Vordenker Industrie: Ein streitbarer Anpacker legt los

Wie BASF an Fahrt Richtung Digitalisierung und Innovation gewinnt

BASF-Chef Martin Brudermüller will den Chemie-Riesen technisch wieder an die Spitze bringen. Dafür setzt er auf mehr Agilität und rückt den Kunden in den Mittelpunkt.

Martin Brudermüller Der promovierte Chemiker leitet seit Mai 2018 als Vorstandsvorsitzender den Weltkonzern BASF. Er ist daneben weiterhin Forschungschef und verfügt so über besonderen Gestaltungsspielraum.

Martin Brudermüller Der promovierte Chemiker leitet seit Mai 2018 als Vorstandsvorsitzender den Weltkonzern BASF. Er ist daneben weiterhin Forschungschef und verfügt so über besonderen Gestaltungsspielraum (Illustration: JDB MEDIA/Philipp Möller)

Der Vollblutchemiker Martin Brudermüller will BASF technisch wieder stark machen. Seinen Fokus legt er dabei auf Digitalisierung und Innovation. Mit einer neuen Strategie stellt er den Chemie-Riesen agiler auf und rückt die Kunden in den Mittelpunkt. Schon als Forschungsvorstand und Vize-Chef forderte er: Der Konzern brauche mehr Geschwindigkeit und Fokus, müsse effektiver forschen. Brudermüller steht für Risikobereitschaft. Während die Branche im rasanten Umbruch steckt und die Konkurrenz auf Fusionen und Aufspaltungen setzt, soll BASF unter Brudermüller seine Verbundstruktur beibehalten. Jedoch: Durch mehr Aus­differenzierung und Eigenständigkeit sollen die Geschäftsbereiche flexibler und schneller am Markt agieren können. Schlüsselprozesse im Konzern werden im Hinblick darauf entschlackt. „Unsere Kunden sollen BASF neu erleben. Wir möchten ihre Bedürfnisse künftig schneller erkennen und erfüllen“, sagt der BASF-Chef, der den Konzern nach über 30 Jahren in- und auswendig kennt. Als gleichzeitiger CEO und CTO verfügt er über vielversprechenden Handlungsspielraum. Insgesamt setzt BASF auf organisches Wachstum in Zukunftsmärkten wie China – und auf Zukunftssignale. Zwar soll das Unternehmen stärker wachsen als die globale Chemieproduktion insgesamt. Nach Plan verbleibt aber der CO2-Ausstoß auf dem aktuellen Niveau. Brudermüller will außerdem in die Elektro­mobilität investieren – einen riesigen Chemiemarkt. Mit Hochenergie-NCM, einem Material aus Nickel, Kobalt und Mangan, besitzt BASF bereits eine Lizenz für eine vielversprechende Beteiligung in der Batterieproduktion. Das dafür nötige Kapital soll aus dem Verkauf der Bauchemiesparte und dem Börsengang der Gas- und Ölfördertochter Wintershall kommen.

Das Unternehmen: 115.000 Mitarbeiter und eine breite Produktpalette: BASF ist einer der größten Chemiekonzerne weltweit.

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