Harmonie der Perfektion

Olympische Spiele 2020 in Tokio

Mehr Freiheit: Der „Human Support Robot“ unterstützt Menschen, die Hilfe benötigen

Mehr Freiheit: Der „Human Support Robot“ unterstützt Menschen, die Hilfe benötigen (Foto: dpa/Nicolas Datiche)

So zwingen sie sich regelrecht selbst, zumindest neuen Technologien gegenüber offen zu sein. Der „Human Support Robot“ von Toyota ist dafür ein Paradebeispiel. Stolze zehn Jahre hat der japanische Autokonzern an diesem Pflegeroboter gearbeitet – worin sich erneut zeigt: Gut Ding will im Land der aufgehenden Sonne Weile haben.

Realität statt Science-Fiction

Der Elektronikkonzern Panasonic will dazu beitragen, dass sich das Leben der alternden japanischen Gesellschaft insbesondere durch Smart Homes und Smart Citys grundlegend verbessert. In aller Ruhe. Beim „höher, schneller, weiter“ der Branche Erster zu sein hat keine Priorität.

Und auch Mandali Khalesi, Global Head of ­Automated Driving Mobility and Innovation bei Toyotas Zukunftslabor TRI-AD, betont: „Wir wollen nicht die Ersten sein, die autonom fahren. Wir wollen die sicherste Lösung bieten.“ Deshalb sind bei seiner Präsentation auch keine futuristischen Bilder von fliegenden Autos zu sehen. Bei TRI-AD konzentriert man sich lieber erst einmal darauf, dass es dem autonom fahrenden Auto überhaupt gelingt, bei Schnee und Regen die Spur zu halten.

Dass sich Deutschland in Sachen Automobil von Japan durchaus eine Scheibe abschneiden kann, zeigte der Besuch von Wirtschaftsminister Peter Altmaier kürzlich in Tokio. Altmeier wollte nicht nur über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan sprechen, sondern auch über die Autoindustrie, die in beiden Ländern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Er glaubt, dass Deutschland die Einführung alternativer Antriebe im Transportbereich verschlafen hat. Ganz anders als Japan. Eine Tour in Toyotas Brennstoffzellenbus Sora, der für die Verkehrsbetriebe Tokio im Einsatz ist, zeigt: Es geht mit Wasserstoff umweltfreundlich voran.

jetzt aber schnell

Dass Japans Wirtschaft gerade jetzt versucht, einen großen Schritt nach vorn zu machen, ist kein Zufall. So will Toyota den autonomen e-Palette bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2020 in Tokio testen. Und Panasonic arbeitet hinter verschlossenen Türen unter anderem an einem Security-Roboter, der – dank eingebauter Kamera – 2020 Sportstätten überwachen und für Sicherheit sorgen soll.

Es ist eine schlagartig auftretende Eile, der japanischen Natur eigentlich zuwider. Die DUB CLUB FUTURE EXPERIENCE-Tour machte sie umso interessanter. Die Entwicklung zeigt auch, dass das „Kirschblüten-Mantra“ langsam neue Formen annimmt. Der perfekte Zeitpunkt also, um zu schauen, wie Japans Wirtschaft sich der Transformation stellt. Und wie um den Zeitpunkt des Besuchs zu bestätigen, begannen im Herbst 2018 die Kirschblüten überraschend zum zweiten Mal in diesem Jahr, das Land in Zartrosa zu hüllen. Zufall?

Teil 1: Digitalisierung in Japan

Teil 2: Olympische Spiele 2020 in Tokio

Teil 3: Japan: Nachhaltiges Wirtschaften

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