Es spricht das leise Genie

Bescheidener Tech-Visionär Steve Wozniak

Noch immer gilt Steve Jobs vielen als das Apple-Mastermind. Sein kongenialer Partner und Namensvetter Wozniak aber setzte die technologischen Meilensteine – wie den ersten PC in Serie. Sein erfolgreiches Wirken folgt simplen Regeln. Auf der „Digital2018“ verriet er sie.

Tüftler durch und durch: Steve Wozniak lötete den ersten Personal Computer selbst zusammen

Tüftler durch und durch: Steve Wozniak lötete den ersten Personal Computer selbst zusammen (Foto: picture alliance/ZUMA Press)

Steve Jobs ist uns allen vertraut – als Visionär und Lenker von Apple. Der eher stille Mitgründer Steve Wozniak tüftelte dagegen vornehmlich im Hintergrund. Dennoch wurde „The Woz“ zur Kultfigur der IT-Branche. Der heute 68-Jährige über seine (Erfolgs-)Werte.

Steve Wozniak über das Erfolgsrezept von Apple:

„Der Schlüssel zum Erfolg von Apple war die Entscheidung, sich auf Lifestyle zu konzentrieren. Wir strichen Computer aus unserem Firmennamen und wurden von Apple Computer zu Apple Inc. Der iPod markierte den Anfang des Aufstiegs unseres Unternehmens – plötzlich kontrollierten wir den ganzen Markt. Tausende Menschen hatten dank des iPods tragbare Musik in der Hand.“

... über die Bedeutung von Zielen:

„Schon sehr früh fing ich an, mich für Computer zu interessieren. Ich arbeitete daran, Wege zu finden, wie ich sie mit noch weniger Teilen bauen konnte. Ich liebte es, immer besser zu werden. Meine Freunde, Lehrer und Eltern konnten das Ganze natürlich nicht nachvollziehen. Ich bekam keine Note dafür, ich bekam kein Gehalt. Wäre es das also wirklich wert? Ich entschied, es trotzdem zu tun – weil es mir eben Spaß machte. Außerdem hatte ich ein Ziel, das mich motivierte: Mein Vater meinte, er kauft mir keinen 4K-Computer, weil er so viel kostet wie ein Haus. Doch eines Tages wollte ich einen 4K-Computer besitzen, weil ich mit ihm Programme abspielen und Probleme lösen könnte. Ich lernte daraus, Ziele zu haben, eine treibende Kraft. Wenn man an seine Stärken und Visionen glaubt, kann man Großartiges erreichen. Hewlett-Packard wies mich fünfmal mit meiner Idee des Personal Computers zurück. Also haben Steve Jobs und ich kurzerhand eben ein eigenes Unternehmen gegründet.“

... über Bescheidenheit:

„Was mir sehr wichtig ist: Man sollte sich nicht für etwas Besseres halten und auch an diejenigen denken, die nicht so viel haben wie man selbst. Apple brachte mir enormen Wohlstand. Ich habe das Unternehmen aber nie gegründet, um damit viel Geld zu verdienen. Ich habe es getan, um großartige Computer zu bauen. Deshalb gab ich fünf Leuten, die von den ersten Tagen an mitgewirkt haben, zig Millionen Dollar an Aktien aus meinem Vermögen.“

... über Künstliche Intelligenz:

„Ich hätte fast Psychologie studiert, weil mich das Gehirn sehr fasziniert. Wenn es um Künstliche Intelligenz geht, müssen Menschen verstehen, dass Computer nicht denken. Man kann einer Künstlichen Intelligenz tausend Bilder von Hunden zeigen und ihr somit beibringen, was ein Hund ist. Sie ist dann in der Lage, einen Hund besser zu erkennen als jeder Mensch. Aber sie kann nicht sagen, ob der Hund auf eine Wand gemalt ist oder sich davor befindet. Ein ein- oder zweijähriges Kind kann dies sofort erkennen.



Geschichtsstunde

Der Erfolg von Apple geht nur zum Teil auf den Visionär Steve Jobs zurück (unten rechts). Ohne seinen Mitgründer Steve Wozniak würde es den Tech-Riesen heute nicht geben.

Nach dem Abbruch seines Studiums arbeitete Wozniak als Ingenieur bei Hewlett-Packard im Silicon Valley. Mit Bauteilen aus deren Lager entwickelte er 1976 den Apple I, den ersten in Serie hergestellten und für Privathaushalte erschwinglichen Personal Computer. Der Rechner war schneller, komfortabler und einfacher zu bedienen als alle bisherigen.

Erfolgreiche Tech-Gründer: Steve Wozniak (links) und Steve Jobs am Anfang der Apple-Entwicklung

Erfolgreiche Tech-Gründer: Steve Wozniak (links) und Steve Jobs am Anfang der Apple-Entwicklung (Foto: dpa/picture alliance)

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