Lernen in vielen Dimensionen

Weiterbildung mit Virtual Reality

Virtual Reality ist nicht nur zur Unterhaltung geeignet, sondern kann auch einen Mehrwert in puncto Weiterbildung bieten. Die Produktionsfirma VRtual X zeigt, wie sich neue Medien nutzen lassen, um etwa Mitarbeitern das Thema Sicherheit näherzubringen – spielerisch und interaktiv.

Mit Virtual Reality können Unternehmen ihre Weiterbildungsangebote dem Zeitgeist anpassen
Neues ausprobieren:
Mit Virtual Reality können Unternehmen ihre Weiterbildungsangebote dem Zeitgeist anpassen (Foto: Getty Images/AlessandroMassimiliano)

Die Flex ist angesetzt. Gehörschutz? Check. Helm? Check. Arbeitshandschuhe? Check. Sicherheitskleidung? Check. Es kann losgehen. Bei der ersten Berührung auf Metall sprühen Funken. Dann der Alarm: Vergiftung. Die Atemmaske fehlte – doch zum Glück ist alles nur simuliert.

VRtual X entwickelte diesen Safety-Check in Virtual Reality (VR) eigens für die Kompass Gruppe, die auf Arbeitssicherheit spezialisiert ist. Damit sollen Mitarbeiter den richtigen Umgang mit Sicherheitsausrüstung lernen – ohne Risiko. Doch nicht nur in der Industrie ist Sicherheit ein großes Thema. Jedes Unternehmen muss regelmäßig Sicherheitsunterweisungen durchführen. Deshalb will VRtual X nun das Thema Weiterbildung revolutionieren.

„Die meisten Firmen trommeln alle Mitarbeiter gleichzeitig zusammen, präsentieren die Inhalte und geben ihnen dann ein Zertifikat – egal, ob sie zuge- hört haben oder nicht“, sagt Tim Frank, Gründer von VRtual X. Geht es nach ihm, soll sich das ändern. So entwickelte Franks Unternehmen etwa eine neue Anwendung, über die Firmen ihre Mitarbeiter schulen und Unterweisungen geben können – interaktiv, zeitlich flexibel und nach individuellem Tempo. Bestehen kann nur, wer die Übungen auch tatsächlich vollständig abschließt.

Lernen ohne Risiko

Das könnte etwa so aussehen: Für eine Brandschutzübung bauen Frank und seine Kollegen das Gebäude des Auftraggebers virtuell nach und setzen einen Teil des Nachbaus in Flammen. Die Mitarbeiter müssen dann in der Simulation aus dem Gebäude fliehen – und dabei die zuvor in der Anwendung beschriebenen Fluchtwege und Rettungseinrichtungen nutzen.

Die Idee: Durch die Verwendung von VR soll die Aufmerksamkeit garantiert und der Lerneffekt gesteigert werden. Damit fachlich alles stimmt, arbeitet VRtual X mit der Hamburger Feuerwehr zusammen. „Im Laufe unserer Arbeit haben wir festgestellt, dass VR besonders im Bildungssektor spannend ist“, so Frank, „da es dort viele sinnvolle didaktische Erkenntnisse gibt, die mit herkömmlichen Methoden kaum umsetzbar sind.“ Diese Lücke soll VR schließ.