Spezial Shared Mobility: Teilen ist das neue Haben

Die 3 wichtigsten Shared-Mobility-Trends

Für Deutschlands ökonomisches Herzstück beginnt eine neue Ära: Die Autohersteller wandeln sich zu Mobilitätsdienstleistern. Der Wettbewerb untereinander und mit neuen Playern ist groß. Das sind die drei dominierenden Trends.

Ein eigenes Auto? Dank diverser Mobilitätsdienste nicht mehr nötig
Neue Mobilität:
Machen Smartphone und Mobilitäts-Apps den Autokauf überflüssig? (Foto: PR)

Das eigene Auto ist jedem achten Mann wichtiger als der eigene Partner, erbrachte Ende 2017 eine Umfrage. Das Ergebnis bestätigte eines der gängigen Klischees über die Deutschen: Sie sind immer pünktlich, trinken gern Bier – und sie haben die besten Autos der Welt. Die Branche geriert sich gern als die wichtigste der Nation. Im vergangenen Jahrzehnt entfielen 60 Prozent des gesamten Unternehmenswachstums auf die Autoindustrie, hat die Unternehmensberatung Accenture ermittelt. Der Titel der Studie: „Götterdämmerung in der deutschen Wirtschaft“. Denn die alte Autowelt ist längst ins Wanken geraten.

Zwar ist das Auto immer noch das dominierende Verkehrsmittel in Deutschland. „Aber vor allem in der Stadt kann es sein Freiheitsversprechen nicht mehr – oder höchstens noch auf Kosten der anderen – einlösen“, sagt Gunnar Froh, Geschäftsführer von Wunder Mobility, einem Start-up, das Software für Sharinganbieter entwickelt. Nicht nur er hat erkannt, dass die neue Ära längst begonnen hat. „Ridepooling und Ride-sharing sind selbstverständlich in den Metropolen unserer Welt, die ersten autonomen Sammeltaxen sind bereits unterwegs“, sagt Martin Koers, Geschäftsführer des Branchenverbands VDA.

Wie reagiert die Branche? Diese drei Trends sollten sie auf keinen Fall verschlafen:

Trend 1: Voll digital

Papierkram? Vergangenheit. Die Digitalisierung steht auch bei den Autovermietern im Vordergrund. Alles läuft übers Smartphone – von der Buchung über die Öffnung des Autos bis zur Abgabe.

Trend 2: Rund um die Uhr erreichbar

Mit starren Öffnungszeiten kann man heute keine Kunden mehr gewinnen. Flexibilität und 24/7- Service werden unabdingbar, ebenso gefordert sind kurzfristige Mietmodelle. Immer wichtiger werden zudem kundenfreund­liche Prozesse in der Abwicklung, zuver­lässiger Service und klare Preisstrukturen.

Trend 3: Alles aus einer Hand

Vom Autovermieter zum Mobilitätsanbieter: Neben der traditionellen Autovermietung bieten Unternehmen heute beispielsweise auch Corporate Carsharing für Firmenkunden an, kümmern sich um Fuhrparks und Flottenbetreiber und gehen Kooperationen mit neu auf den Markt kommenden Carsharing-Firmen ein.