Spezial Shared Mobility: „Wir ersetzen die klassische Autovermietung“

Oply bietet Carsharing für alle Lebenslagen

Cabrios, Sprinter und Kombis: Die Flotte des Anbieters Oply offeriert Modelle für jeden Anlass. Geschäftsführerin Katharina Wagner über das Konzept, das Altbekanntes ersetzen könnte.

Katharina Wagner ist Geschäftsführerin bei Oply
Katharina Wagner
Bevor die Carsharing-Expertin Geschäftsführerin der Oply GmbH Deutschland wurde, baute sie das Europageschäft von Car2go, nun Share Now, aus (Foto: PR)

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Wieso brauchen deutsche Metropolen weitere Anbieter wie Oply?

Katharina Wagner: Mit dem zonenbasierten Modell von Oply gehen wir auch in Stadtgebiete, die bisher nur wenig oder noch gar nicht mit Carsharing versorgt sind. Es braucht sogar deutlich mehr solcher Sharing-Angebote wie unseres, die Großstädter wie ihre privaten Autos nutzen und dafür kein eigenes in die überfüllte Stadt stellen.

Ihre Autos lassen sich weit im Voraus und bis zu 27 Tage am Stück buchen. Damit stehen Sie in Konkurrenz zu herkömmlichen Autovermietungen. Kann das funktionieren?

Wagner: Sogar sehr gut. Autovermietungen begrenzen unter anderem die Kilometerzahl oder lassen sich Navi und Versicherung extra bezahlen. Bei Oply ist das alles im Preis enthalten. Zusätzlich schenken wir dem Kunden bei jeder Buchung den Sprit für die ersten 150 Kilometer. Daher glauben wir, dass die klassische Autovermietung mittelfristig durch Konzepte wie Oply ersetzt wird.

Fahrzeuge müssen in derselben Zone wieder abgestellt werden, in der sie abgeholt wurden. Wie reagieren Kunden auf diese Beschränkung?

Wagner: Oply ist kein Free-Floating-Angebot, sondern wie ein Privatauto nutzbar – also ebenso für Wochenendausflüge oder Urlaubsreisen ins benachbarte Ausland. Die Zonen für die Abholung und Abgabe in der Nachbarschaft sehen Kunden daher nicht als Beschränkung, sondern als echte Alternative.