Spezial Shared Mobility: Unser gemeinsames Elektroauto 

Volkswagen setzt beim Carsharing ausschließlich auf E-Fahrzeuge

Ein mutiger Schritt Richtung Zukunft: Volkswagen will sein Sharing-Angebot „We Share“ unter dem Dach der neuen Kundenplattform „Volkswagen We“ bündeln. Zum Einsatz kommen ausschließlich Elektrofahrzeuge, was den Wolfsburger Konzern deutlich von anderen Autoherstellern abheben soll. Der Startschuss fällt in Berlin.

Ein E-Golf aus der Carsharing-Flotte von Volkswagen steht vor dem Brandenburger Tor
Gib Strom:
VW will sein We-Share-Projekt in Berlin mit 1.500 e-Golf beginnen (Foto: PR)

Beim sogenannten Ridehailing und Ridepooling fährt Volkswagen mit MOIA vorneweg. Nun will der größte Autobauer der Welt sein Sharing-Angebot erweitern und setzt dabei ausschließlich auf Elektroautos. Zum Einsatz kommen zunächst der e-Golf und der E-Up!. Von 2020 an wird auch der ID.3 verfügbar sein, das erste Modell der neuen vollelektrischen ID.-Familie von Volkswagen. Das Carsharing-Angebot wird in die digitale Mobilitätsplattform „Volkswagen We“ eingebettet. Über sie können alle Dienste des Unternehmens gebucht werden. Dass Berlin die erste Stadt ist, in der We Share angeboten wird, liegt an der hohen Einwohnerdichte der deutschen Hauptstadt. In einem zweiten Schritt sollen weitere deutsche Großstädte folgen. Darüber hinaus ist ab 2020 der Schritt in europäische Kernmärkte und ausgewählte Städte in den USA und Kanada geplant. Diskutiert werden in Wolfsburg unabhängig davon auch Mikromobilitätslösungen. Dabei könnte man die hauseigenen Konzepte Cityskater und Streetmate einsetzen. Sie sollen dem Kunden auf der „last mile“ ein „cooles“ Fortkommen sichern. Bei den Modellen Cityskater und Streetmate handelt es sich E-Roller und E-Tretroller.

Deins ist meins – Sharing auf ganz neuer Ebene

Mit den Diensten Turo und Drivy stellen Nutzer ihr eigenes Auto über eine App zum Fahren bereit – oder mieten den Wagen einer anderen Privatperson für Einkäufe, Wochenendtrips oder gar ganze Urlaube. Eine Idee mit Zukunft?

Den nächsten Generationen ist Besitz nicht mehr so wichtig“, sagt Marcus Riecke, Geschäftsführer von Turo. Das Unternehmen will das AirBnB für (selten genutzte) Autos werden. Und davon gibt es genug: 50 Millionen Fahrzeuge stehen in Deutschland 23 Stunden am Tag nutzlos herum. Dass auch viele einkommensstarke Personen das Angebot von Turo oder Drivy, seit April Teil der Carsharing-Plattform Getaround, nutzen, kommt der Produktvielfalt zugute – auch Oldtimer oder Tesla-Modelle werden angeboten. Ein weiterer Vorteil, den Drivy-Gründer und -CEO Paulin Dementhon sieht: „Unsere Nutzer schätzen vor allem Nähe, Verfügbarkeit und Komfort.“ Die Drivy-Open-Technologie ermöglicht das Öffnen und Schließen des Autos mit dem Smartphone – jederzeit. Zur nächsten Autovermietung mit eingeschränkten Öffnungszeiten zu fahren, in einer Schlange zu warten und anschließend einen Papiervertrag zu unterzeichnen sei nicht mehr zeitgemäß, so Dementhon.

Teil 1: Bewegung auf dem Carsharing-Markt

Teil 2: Volkswagen setzt beim Carsharing ausschließlich auf E-Fahrzeuge