Tech Trends 2018: Der Geist in der Maschine

Kollaboration von Mensch und Maschine?

Darüber hinaus senken neue Softwarelösungen schon bei der Produktentwicklung die Kosten. Der „Digital Twin“ macht’s möglich: Als virtueller Zwilling ersetzen im Pkw-Design sogenannte Hololens-Projektionen mit 3-D-Animationen das Wachsmodell, und Crashtests lassen sich via Cloud-Daten simulieren. „Ohne physische Fertigung lassen sich so Millionen einsparen“, erklärt Dr. Robert Nahm, Industry Manager Automotive bei Microsoft Deutschland.

Nahm und Hentschel begleiten derzeit die „Smart Factory Roadshow 2018“ von Microsoft. Neben Technikbeispielen und Sicherheitsstandards wird dort thematisiert, wie sich die Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt auswirkt. „Die Automatisierung hat positive Effekte auf das Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig sollten durch politische Rahmenbedingungen künftige Risiken bei der Arbeits- und Einkommensverteilung vermindert werden“, so Martin Schleef, Geschäftsfeldleiter Maschinen- und Anlagenbau bei Fraunhofer IPA. Schließlich können erlernte Fähigkeiten zunehmend auf Maschinen übertragen werden.

Im Gegenzug sehen die Experten aber gerade in der Kollaboration von Mensch und Maschine und der Kombination der jeweiligen Stärken großes Zukunftspotenzial. Und sogar kleinere Unternehmen können profitieren: „Der Einsatz der Smart Factory reduziert Größenvorteile“, sagt HWWI-Geschäftsführer Henning Vöpel. Geräuschlos wird der Übergang in das smarte Fabrik­zeitalter für viele Unternehmer aber wohl nicht über die Bühne gehen. Höchste Zeit, die Chancen zu erkennen.



Industrie 4.0 Live

Roadshow mit Praxisbeispielen

Microsoft veranstaltet mit Industriepartnern die „Smart Factory Roadshow 2018“. Nach dem Start bei Mercedes-Benz stehen bis Oktober noch Termine mit ZF Friedrichshafen sowie Airbus, Herrenknecht und Kärcher an.



Teil 1: Von der Digitalisierung zur smarten Fabrik

Teil 2: Kollaboration von Mensch und Maschine?

Teil 3: Cross-Industry-Innovationen

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