me Convention: „Einfach kann jeder“

Zukunftsfestival aus Plattform für Inspiration

Kommunikation, Inspiration, Mut – kein Autobauer-Vokabular? Doch. Natanael Sijanta, Director Global Marketing Communications Mercedes-Benz Cars bei Daimler und verantwortlich für die me Convention, erklärt, warum Festival und Fertigung harmonieren.

Neuer Auftritt: Mit der me Convention hat das Team um Natanael Sijanta und Jann Baskett, Chefin der Agentur Foxtrot, die das SXSW-Festival mitorganisiert, ein unkonventionelles Zukunftsformat geschaffen

Neuer Auftritt: Mit der me Convention hat das Team um Natanael Sijanta und Jann Baskett, Chefin der Agentur Foxtrot, die das SXSW-Festival mitorganisiert, ein unkonventionelles Zukunftsformat geschaffen (Foto: PR)

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Wie passen Daimler/Mercedes-Benz als traditioneller Autobauer und die Zukunftskonferenz me Convention zusammen?

Natanael Sijanta: Wir sind einer der weltweit führenden Autohersteller, der sich aufgemacht hat, die Zukunft zu umarmen. Sprich: Wir nutzen die me Convention als Plattform, um uns etwa mit Künstlern, Talenten, Start-ups und Vordenkern auszutauschen. Die Welt befindet sich in einem gigantischen Wandel. Wir wollen vorn mit dabei sein und lassen uns inspirieren. Mit der me Convention haben wir deswegen eine Plattform geschaffen, um über die Zukunft zu diskutieren und sie aktiv mitzugestalten.

Was heißt das konkret?

Sijanta: Früher wurde darüber diskutiert, wie man von Modell zu Modell besser wird. Die Zeiten sind vorbei. Heute sehen wir das Auto als Teil eines Mobilitätskonzeptes. Der Kontakt zum Kunden endet nicht mehr mit dem Verkauf des Fahrzeugs. Wir bieten unseren Kunden Zusatzservices an – etwa über unsere „Mercedes me“-Services oder den neuen Chatbot „Ask Mercedes“. Wichtig: Wir müssen mehr denn je zuhören, zuschauen und antizipieren, was die Kunden wirklich wollen. Die Technik gibt uns diese Möglichkeit.

Welche Rolle spielt Technologie in Ihrer Werbung?

Sijanta: Auch hier befinden wir uns im Umbruch. Früher haben wir die fertige Kampagne zur Markt­einführung geschaltet und gehofft, dass diese in der Zielgruppe gut ankommt. Heute fangen wir gleich nach dem Start an, die Kommunikation kanalübergreifend immer weiter zu optimieren. Ein Beispiel: Wir produzieren unterschiedliche Werbebanner für das Internet. Die spielen wir parallel aus und testen in Echtzeit, was besser beim Kunden ankommt.

Werbung hieß Kreativität. Jetzt zählen Daten?

Sijanta: Datengetriebenes Marketing wird immer wichtiger. Wenn uns im Netz ein potenzieller Kunde besucht, der zuvor bei anderen Anbietern Sportwagenmodelle angeschaut hat, ist unser Anspruch, dass er sofort erkannt wird und maßgeschneiderte Angebote etwa für Sportausführungen erhält. Ziel ist es, den Kunden bei seinen Wünschen und Bedürfnissen abzuholen – je konkreter, desto besser. Die Zeiten, in denen jeder Interessent den allgemeinen Katalog bekam, sind vorbei.

Viele Technologien sind Neuland. Wird man generell vorsichtig, um Fehler zu vermeiden?

Sijanta: Mein Motto ist: „Einfach kann jeder“. Ich neige zu mutigen Entscheidungen – auch, wenn ich dadurch wie bei der me Convention schlaflose Nächte riskiere. Ich musste lernen, dass sich viele Besucher erst spät zu solchen Festivals anmelden.

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