Erfolgsmodell Exzentriker

Künstliche Intelligenz lässt sich nicht verbieten

Robert Luciani setzt als Start-up-Unternehmer voll auf das Potenzial Künstlicher Intelligenz und Robotik
Robert Luciani
setzt als Start-up-Unternehmer voll auf das Potenzial Künstlicher Intelligenz und Robotik (Foto: PR)

...über die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Diskurses:

Luciani: Das Problem ist: Darüber zu reden wird den Wandel nicht aufhalten. Ein Beispiel ist die Blockhain. Menschen versuchen sie zu regulieren, und das wird mit Künstlicher Intelligenz nicht möglich sein. Man könnte sie in Europa verbieten, indem man die Leute daran hindert, sich Daten zu verschaffen, aber sie wird anderswo entwickelt werden und die Leute werden sie in die Finger bekommen. Daher ist es nichts, wo man voll in die Bremsen steigt, es zunächst diskutiert und versucht, Dinge herauszufinden. Weiterhin ist es nicht unbedingt klar, dass wir die Dinge herausfinden können. So gibt es in der Philosophie viele ethische Dilemmata, die seit tausenden von Jahren ungelöst sind. Zum Beispiel das Trolley-Problem, mit dem Sie vielleicht vertraut sind, bei dem jemand eine Entscheidung treffen muss, die vielen Leuten Schaden bringt oder einer Person schaden kann, und es gibt keine Situation, in der niemand unbeschadet davonkommt. Es ist nicht klar, dass ein Mensch es lösen kann, und daher ist es auch nicht klar, dass eine Maschine es besser lösen kann.

...über die Regulierung des Data Business:

Luciani: Es könnte der Fall sein, dass es in Zukunft schwieriger wird, Daten zu sammeln. Noch haben wir das nicht erlebt. Ich glaube, dass die Leute sich daran gewöhnen, ihre Informationen herzugeben. Die Datenschutzgrundverordnung ist nichts, worum die Leute bitten, es ist etwas, das von oben nach unten kam. Daher wird es vielleicht überhaupt keine Wirkung haben.

...über KI-Lösungen von LakeTide:

Luciani: Als wir mit der Beratung anfingen, wollten wir, dass die Lösungen, die wir unseren Kunden anbieten, so gut sind, dass sie niemandem davon erzählen wollen, um einen Vorteil zu haben. Ich glaube, das ist ein Punkt, den die Leute bezüglich der Data Science missverstehen. Man kann nicht einfach ein Produkt kaufen, das alle andere haben, und hoffen, dass man besser als alle anderen sein wird. Dieser ganze Hype hat mit etwas zu tun, das niemand vorher gemacht hat. Es gibt einen großen Vorteil, und man muss schon etwas Mut haben und ein Risiko eingehen wenn man sich dafür entscheidet. Aber einige Projekte haben wir für Kunden im Versicherungsbereich gemacht. Dort ging es um die Prüfung von Schadensfällen anhand von Bildern. Wir haben mithilfe dieser großen Bilddatensätze trainiert und die Maschine wurde besser als Menschen, wenn es etwa darum ging, das Automodell eines bestimmten Jahres zu erkennen oder die Kosten für eine Reparatur des Schadens abzuschätzen. Wir haben andere Projekte durchgeführt, die viel einfacher sind. Es muss nicht superfortschrittlich sein. Eine KI kann auch nützlich sein wenn sie nicht vollkommen ist.

...über die Stärken des Produktionsstandorts Schweden:

Luciani: Es gibt Spotify, das kennt jeder. Eine Sache, die Schweden prima macht, sind Videospiele. Die Leute unterschätzen, wie sehr Videospiele die Industrie vorantreiben. Sie sind für die Weiterentwicklung von Computerprozessoren verantwortlich, den Realismus von Simulationen und derartiges. Nun erleben wir die Umsetzung von KI in Videospielen auf eine coole Art und Weise. Ich glaube, das ist großartig. Die Videogame-Industrie ist es wert, ein Auge auf Schweden zu werfen.

Teil 1: Viele Menschen werden im Vergleich zu Künstlicher Intelligenz wenig bieten können

Teil 2: Künstliche Intelligenz lässt sich nicht verbieten

Teil 3: Wer nicht programmieren kann wird irgendwann ersetzt

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