Alles bleibt anders

Marketing-Mix für ein erfolgreiches Digitalmarketing

Stand der Angaben: Juli 2018

Wie digital sind deutsche Unternehmen?

Schmid: Geht es darum, Produktion und Abläufe zu digitalisieren, zählen Deutschlands Unternehmen sicher zu den besten der Welt. Aber Digitalisierung betrifft die gesamte Wertschöpfungskette – auch Vertrieb und Marketing. Da können wir von den USA und Asien noch viel lernen, vor allem bei der digitalen Kundenbindung. Die Realität im B2B-Bereich sieht in Deutschland heute leider so aus: Viele Firmen schaffen es noch nicht, ihre Produkte ordentlich online zu präsentieren. Investitionen in digitales Marketing und digitalen Vertrieb sind für die Zukunftssicherung des Mittelstands aber essenziell. Sich nur auf althergebrachte Strategien und bestehende Kontakte zu konzentrieren wird nicht mehr ausreichen. Die Frage, die sich viele Unternehmer stellen sollten, lautet daher: Wie kann ich online neue Kunden erreichen?

Und wie gelingt das?

Schmid: Wie in der analogen Welt spielt auch online der Marketing-Mix eine entscheidende Rolle. Eine eigene Website, Portalpräsenz wie zum Beispiel auf „Wer liefert was“ oder EUROPAGES, Social Media, klassisches Online-Marketing und darüber hinaus noch mehrsprachige Inhalte sind die Grundzutaten für erfolgreiches Digitalmarketing. Plattformeinträge müssen zusätzlich aktiv gemanaged werden. Mit der Anzahl und Qualität der Produktbeschreibungen steigt der Traffic bei einem Anbieter exponentiell. Bilder spielen dabei eine zentrale Rolle. Wer heute ein Produkt sucht, orientiert sich an ihnen. Erst danach werden Produktfakten, Anbieter, Sortimente und Fertigungsdetails relevant. Themen wie Virtual Reality werden künftig zunehmen und bieten im B2B-Bereich spannendere Anwendungsfälle als im B2C-Bereich – beispielsweise, wenn man sich eine neue Maschine online ansehen kann und nicht auf eine Messe fahren muss.

Wird im B2B-Bereich heute anders eingekauft?

Schmid: Die Grenzen zwischen privater und beruflicher Internetnutzung verschwimmen immer mehr. Das legt die Messlatte für B2B-Marketer höher. Heute sind die gleichen Leute, die online Bankgeschäfte tätigen, auf ihrem Smartphone Reisen buchen und von ihrem Tablet aus einkaufen, auch B2B-Einkäufer. Wenn sie also nach einem Produkt oder einer Dienstleistung im Geschäftsbereich suchen, bringen diese Leute hohe Erwartungen mit. Erwartungen an Dinge, die sie aus dem B2C kennen. Das heißt: Einkäufer recherchieren online und wollen schnell und komfortabel Ergebnisse bekommen. B2B-Unternehmen müssen sich darauf einstellen und den Kunden in den Mittelpunkt des eigenen Schaffens stellen, denn B2B-Geschäftsmodelle werden in Zukunft durch Endkunden bestimmt. Gut beraten ist, wer sich auf wandelnde Kundenanforderungen einstellt und Innovationen fördert – auch wenn diese so radikal sind, dass sie das eigene Geschäftsmodell auf den ersten Blick kannibalisieren.

Teil 1: Digitalisierung auf mehreren Ebenen

Teil 2: Marketing-Mix für ein erfolgreiches Digitalmarketing

Teil 3: Kerngeschäft: Digitaler B2B-Marktplatz für KMU

 

 

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