SMART COMPANY-Check

Interview: Ole Behrens-Carlsson, CEO Schütze AG

Zum Unternehmen: Die Schütze AG realisiert als IT-Berater Projekte sowohl im öffentlichen Verwaltungsbereich als auch in der privaten Wirtschaft.

Ole Behrens-Carlsson ist CEO der SCHÜTZE AG

Ole Behrens-Carlsson ist CEO der Schütze AG (Foto: PR).

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Sehen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter für die Herausforderung der Digitalisierung gut aufgestellt?

Ole Behrens-Carlsson: Wir beschäftigten uns als IT-Firma bereits seit 20 Jahren mit dem Thema der fortschreitenden Digitalisierung. Um unsere Kunden optimal begleiten zu können, investieren wir kontinuierlich in die digitale Kompetenz unserer Belegschaft. Dabei versuchen wir gerade in den Themen Kollaboration und Geschäftsanwendungen auch bei internen Prozessen voranzulaufen, um aus eigenen Erfahrungen beraten zu können. Wir sind somit für die Herausforderungen sehr gut gerüstet.

Welche (Zukunfts-)Chancen sehen Sie für Ihre Firma durch die Digitalisierung? Oder sehen Sie eher die Herausforderung?

Behrens-Carlsson: Die Digitalisierung eröffnet uns ein breites Geschäftsfeld. War die IT in der Vergangenheit eher als Unterstützung von Geschäftsprozessen angesehen, werden nun mehr und mehr Kerngeschäftsprozesse komplett digital abgebildet. Diese Entwicklung können wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimal begleiten und so unser Unternehmen weiter ausbauen.

Wo steht ihre Branche in Sachen digitaler Transformation und wo stehen Sie beziehungsweise steht Ihre Firma im digitalen Vergleich?

Behrens-Carlsson: Die IT- und auch die Beratungsbranche sind in der digitalen Transformation in unserer Wahrnehmung gut aufgestellt. Durch die konsequente Digitalisierung auch unserer internen Prozesse sehen wir uns hier dennoch deutlich im vorderen Feld.

Wie wichtig ist ihren Kunden, dass Sie den digitalen Weg gehen?

Behrens-Carlsson: Für unsere Kunden ist die digitale Kompetenz unseres Unternehmens erwartungskonform. Umso wichtiger ist es für uns, den Weg zu digitalen Lösungen für unsere Kunden verständlich und mit analogen Prozessen zu erarbeiten. „Analog zu digitalen Lösungen“ ist daher eines unserer Leitmotive. So nimmt das Whiteboard beispielsweise in unserer Arbeit einen höheren Stellenwert als die Powerpointpräsentation ein.

Wie bilden Sie sich persönlich und ihre Mitarbeiter digital weiter?

Behrens-Carlsson: Wir haben seit Jahren ein umfassendes Schulungs- und Zertifizierungsprogramm aufgebaut, das alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv weiterbildet. Dabei wird eine individuelle jährliche Planung erstellt und die Ausbildung durch die Firma gefördert und finanziert.

Inwieweit halten Sie die Rahmenbedingungen für geeignet, den digitalen Wandel zu vollziehen. Was ist erforderlich?

Behrens-Carlsson: Gerade im Bereich der Zusammenarbeit mit Verwaltungen und Institutionen ist eine Vielzahl von Abläufen noch analog. Hier hat Deutschland noch deutlichen Nachholbedarf, den auch wir als externer Partner versuchen auszugleichen. Ein gutes Beispiel ist hierfür die Einführung der elektronischen Rechnung in der öffentlichen Verwaltung, die wir seit mehreren Jahren aktiv begleiten.

Welche konkreten Digitalisierungsmaßnahmen haben Sie ergriffen und welche planen Sie?

Behrens-Carlsson: Im Bereich der internen Prozesse haben wir den Anspruch, alle Unterstützungsprozesse digital abzubilden – angefangen vom Urlaubsantrag bis zur Reisebuchung und der Lohnbescheinigung oder der elektronischen Rechnung. Ausstehend ist noch die komplette Digitalisierung der Eingangspost. Hier befinden wir uns aktuell in der Marktsichtung.

Wie weit sind Sie in der Umsetzung eines Smart-Office-Konzepts in Ihrem Unternehmen?

Behrens-Carlsson: Wir haben von der Telefonanlage bis zur Office-Software alle Anwendungen in die Cloud gebracht und sehen uns hier sehr weit.

Ihr erster Eindruck: Wie hilfreich war der SMART COMPANY-Schnellcheck für Sie?

Behrens-Carlsson: Der Check richtet sich stärker an Unternehmen, welche nicht aus dem Digitalbereich kommen.

Welche Frage aus dem Check war für Sie am Wichtigsten?

Behrens-Carlsson: Die Frage, ob die eigene Webseite als Visitenkarte der Digitalisierung taugt.

Leiten Sie konkrete Schritte aus dem SMART COMPANY-Check ab? Gab es einen Aha-Effekt?

Behrens-Carlsson: Die Idee, auch die Digitalkompetenz in internen Prozessen auf der Webseite zu zeigen.

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