„Einfach mal machen“

Interview mit Marc Ennemann

Marc Ennemann, KPMG, hat das „Klardenker live“ - Format mitentwickelt und spricht im Interview über die Veranstaltung, Digitaliserung und KI

Im Gespräch: Marc Ennemann (Partner, Lighthouse Germany, Center for Excellence for Data & Analytics bei KPMG (r.)) und DUB Unternehmer-Magazin-Chefredakteur Markus Deselears.

Im Gespräch: Marc Ennemann (Partner, Lighthouse Germany, Center for Excellence for Data & Analytics bei KPMG (r.)) und DUB Unternehmer-Magazin-Chefredakteur Markus Deselears (Foto: PR)

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Wie groß ist die Resonanz mittelständischer Unternehmen auf Ihre Veranstaltung?

Marc Ennemann: Das Interesse steigt stark. So haben wir allein in der Zielgruppe Unternehmer die Teilnehmerzahlen verdoppelt – auf rund 600 Anmeldungen bei unserer achten Veranstaltung. Hierzu tragen sicherlich auch unsere Social-Media-Aktivitäten eine Menge bei, die wir vor rund einem halben Jahr begonnen haben. Über diese Kanäle bekommen wir vermehrt ganz direkt Anfragen und Anregungen von Unternehmen zu ihrer digitalen Alltagspraxis.

Und wo steht die Politik in Sachen Digitalisierung?

Ennemann: Auf Ebene der Kommunalpolitik sind meist ganz praktische Fragestellungen vorherrschend. Zum Beispiel, wie man Künstliche Intelligenz in behördliche Abläufe inte­griert. Von der Bundespolitik wiederum würde ich mir mehr steuernde Komponenten wünschen. Wo wollen wir KI nutzen, was ist zulässig, was nicht? Wenn ich eine KI im zuständigen Bundesamt für die Steuerung von Asylverfahren einsetzen möchte, muss diese zu 100 Prozent akkurat funktionieren. Geht es darum, einen Automatisierungsprozess für das Knöllchenschreiben für Falschparker zu entwickeln, kann man sich anfangs wohl eine gewisse Fehlerquote erlauben.

Ihr Tipp, wie man sich am besten dem Thema KI annähert?

Ennemann: Am besten Schritt für Schritt. Es gibt leichte und schwere KI. Die Sprachsoftware Siri etwa arbeitet mit leichter KI und kann aus sich selbst heraus keinen anderen Anwendungszweck weiterentwickeln. Das genau strebt eine schwere KI an. Man sollte behutsam einsteigen, um über das Erleben Ängste und Hemmschwellen abzubauen. Da sieht man schnell: KI ist nicht nur das Damoklesschwert, das über einem schwebt, sondern kann den Alltag leichter gestalten.

Also: vom bewussten Umgang zu neuem Bewusstsein?

Ennemann: Genau – und einfach mal machen. Wenn man lediglich theoretisiert, ist es schwer, über die Möglichkeiten der Digitalisierung zu urteilen. Ganz zu schweigen davon, sie auch zielgerichtet einzusetzen.

Teil 1: Diskussionsrunde über „Intelligente Automatisierung“

Teil 2: Interview mit Marc Ennemann

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