SMART COMPANY-Check

Interview: Frank Nobis, Geschäftsführer Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)

Zum Unternehmen: Das unabhängige Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) verzahnt fachliche Expertise und technisches Know-how in fünf Geschäftsbereichen: Software, Rating, Akademie, Research sowie Tax & Consulting.

Frank Nobis ist Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)

Frank Nobis ist Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) (Foto: PR).

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Sehen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter für die Herausforderung der Digitalisierung gut aufgestellt?

Frank Nobis: Wir sind Dienstleister für Banken und Versicherungen rund um den Themenbereich Altersvorsorge und Finanzplanung. Neben Seminaren für die Berater, Studien sowie Ratings der Vorsorgeprodukte entwickeln wir seit über 18 Jahren Software, die Berater beim Verkauf von Vorsorgeprodukten unterstützt. Sehr frühzeitig haben wir die Digitalisierung bei der Entwicklung unserer Dienstleistungen und Softwarelösungen aufgegriffen und unser Team auf die Herausforderungen eingestellt.

Welche Chancen sehen Sie für Ihre Firma durch die Digitalisierung?

Nobis: Wir sehen für unser Haus enorme Chancen, Banken und insbesondere Versicherer dabei zu unterstützen, Berater und Kunden über digitale Verkaufsprozesse smarter, intelligenter und effizienter zu bedienen und damit auch neue Kundengruppen zu gewinnen. Jede Chance bringt natürlich auch Herausforderungen mit sich. In unserem Falle sind das zum Beispiel veraltete Bestandssysteme. Die Schwierigkeit besteht darin, bestehende Schnittstellen zu bedienen. Aber die Herausforderungen sind lösbar. 

Wo steht ihre Branche in Sachen digitaler Transformation?

Nobis: Die Finanzbranche ist noch in einem sehr frühen Stadium bei der Durchdringung mit digitalen Verkaufsprozessen. Die digitale Transformation hat gerade erst begonnen. Wir stehen mit unseren Systemen und Ideen bereit, diese Transformation zu begleiten. 

Wie wichtig ist ihren Kunden, dass Sie den digitalen Weg gehen?

Nobis: Unsere Kunden wissen genau, dass Sie den Zug nicht verpassen dürfen. Es gibt im Bereich Insurtech kleine und effiziente Player am Markt, die mit digitalen Ideen den Markt verändern. Die Kunden werden immer Preis- und Qualitäts-sensibler und vertrauen zunehmend digitalen Verkaufskanälen. Da trifft das alte Sprichwort zu: „entweder Du gehst mit der Zeit oder Du gehst mit der Zeit!“

Wie bilden Sie sich persönlich und ihre Mitarbeiter digital weiter?

Nobis: Wir haben intern Formate entwickelt, bei denen die Mitarbeiter ermutigt werden sich in neue Themenfelder einzuarbeiten und ihre neu gewonnenen Kenntnisse mit anderen Mitarbeitern zu teilen. Dadurch entstehen häufig Ideen, die uns und unsere Kunden weiterbringen.

Inwieweit halten Sie die Rahmenbedingungen für geeignet, den digitalen Wandel zu vollziehen. Was ist erforderlich?

Nobis: Die Zeit war nie reifer. Die Marktteilnehmer kennen den Bedarf und die Technik ist vorhanden. Nun müssen die Prozesse entwickelt und umgesetzt werden. Erforderlich ist der Wille zur Veränderung in den Köpfen des Managements und vor allem sind mehr Personalkapazitäten im Bereich IT und fachliche Entwicklung nötig.

Welche konkreten Digitalisierungsmaßnahmen haben Sie ergriffen und welche planen Sie?

Nobis: Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden. Wir wollen gemeinsame Lösungen finden um Antworten auf die Fragen der Digitalisierung zu finden. Dazu bedienen wir uns der neuesten Technologien und unterstützen bzw. fördern die Verbreitung von Standards bei der Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen.

Ihr erster Eindruck: Wie hilfreich war der SMART COMPANY-Schnellcheck für Sie?

Nobis: Eher weniger hilfreich. Hier wäre ein tiefer gehender Ansatz erforderlich.

Welche Frage aus dem Check war für Sie am Wichtigsten?

Nobis: Die Frage Nr. 12 und damit die Erkenntnis, dass wir die Transformation zur Digitalisierung mit unseren Mitarbeitern aktiv angehen und wir dies im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern anscheinend stark unterstützen.

Gab es einen Aha-Effekt?

Nobis: Nein – ich erkenne daraus lediglich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

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