„Ganzheitlicher Ansatz“

Bedarfsorientiertes E-Learning am Arbeitsplatz der Zukunft

Mit der Arbeitswelt wandelt sich auch der Lernbedarf von Mitarbeitern. Digital-Learning-Experte Christian Friedrich erklärt, wie Weiterbildung heute funktioniert.

Christian Friedrich entwickelt als Bereichsleiter Digital Learning Solutions bei der Haufe Akademie innova­tive Lernformen und -lösungen. Dabei agiert er auch als Trainer sowie als Business- und Management-Coach
Christian Friedrich
entwickelt als Bereichsleiter Digital Learning Solutions bei der Haufe Akademie innova­tive Lernformen und -lösungen. Dabei agiert er auch als Trainer sowie als Business- und Management-Coach (Foto: PR)

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Warum funktioniert die Unternehmensplanung aus dem Rückspiegel nicht mehr?

Christian Friedrich: Wir verstehen „Neues Lernen“ als ganzheitlichen Ansatz, der in drei Dimensionen wirken muss. Einmal durch einen Kulturwandel in der Organisation und einer damit verbundenen ganzheitlichen Weiterbildungsstrategie. Außerdem müssen Mitarbeiter über formelle und informelle Lernprozesse befähigt werden. Die dritte, die technische Dimension sind Tools und Lösungen, die den Zugang zum Lernen ermöglichen: Als Push-Methode, etwa über Trainings oder E-Learnings, sowie als Pull-Methode, zum Beispiel über Micro-Learning und Learning-on-Demand. Dieser Dreiklang ist Basis unserer ganzheitlichen Weiterbildungslösungen.

Was sind die größten Vorteile von E-Learning im Vergleich zum Frontalunterricht?

Friedrich: Die Frage lautet eher: Welches Format bietet in welcher Lernphase den größten Lernwert? Wir unterscheiden drei Phasen: Neues Lernen, Hinzulernen und Reflektieren sowie die Unterstützung bei der konkreten Anwendung. E-Learning hat klare Stärken, etwa die Personalisierung, die Bedarfsorientierung oder das zeitnahe Lernen. In anderen Lernphasen wirken diese allerdings als Stärken der klassischen Präsenzformate. Die Stärken der Formate müssen über alle Lernphasen hinweg so verknüpft werden, dass ein nachhaltiger Lernprozess entsteht.

Welche Rolle spielt E-Learning am Arbeitsplatz der Zukunft?

Friedrich: Gebraucht wird heute vor allem situative, bedarfsorientierte und individualisierte Weiter- und Kompe­tenzentwicklung. Organisationen müssen dafür Lösungen bereitstellen, die Lernen und Arbeiten stärker zusammenführen. Denn das ist ja einer der größten Kritikpunkte am formellen Lernen: dass Lernen und Anwenden zu weit auseinanderliegen, um nachhaltig zu sein. Ziel muss daher sein, Wissenslücken on demand zu adressieren und die zeitnahe Verfügbarkeit aktuellen Wissens zu unterstützen.

Teil 1: Formelles Lernen, informelles Lernen?

Teil 2: Bedarfsorientiertes E-Learning am Arbeitsplatz der Zukunft

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