Tech Trends 2018: Besuch beim Digital-Doc

Smarte Pillen und mehr KI?

Die CRISPR/Cas-Methode entfernt unerwünschte DNA-Abschnitte

Kleiner Schnitt: Die CRISPR/Cas-Methode entfernt unerwünschte DNA-Abschnitte (Foto: Getty Images/Natali_Mis)

Kleine Petze

Die Tablette teilt dem Arzt mit, ob der Patient sie eingenommen hat. Klingt nach einer kühnen Zukunftsvision? Mitnichten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat solch smarte Pillen bereits zugelassen: Das Antipsychotikum Abilify hilft bei Schizophrenie und bipolaren Störungen. Die Magensäure aktiviert einen in die Tablette integrierten Chip, der die Einnahme bestätigt. Das Ziel: die Therapietreue verbessern und so die Kosten für unnötige Folgebehandlungen senken.


 

Wo kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz?

Bei der Auswertung großer Datenmengen und der Erkennung von Mustern. So werten Maschinen Blutproben präziser aus als ein Laborant. Auch bei Langzeit-EKGs screent ein Computer die Daten und weist den Arzt auf Auffälligkeiten hin. KI kann zudem Melanome von ungefährlichen Muttermalen unterscheiden und Gewebeveränderungen in CT-, Röntgen-, und Ultraschallbildern erkennen. Den Fachmediziner ersetzt das nicht, denn Maschinen stellen keine Diagnose und sprechen keine Therapieempfehlung aus. Sie bereiten für den Arzt nur Informationen auf, damit er schneller eine qualifiziertere Diagnose stellen kann.


 

Wie können schwere Krankheiten geheilt werden?

Ein Blick auf unsere Gene soll helfen. Die Vision: Gen-Analysen werden Teil der Routinediagnostik beim Arzt. Der britische National Health Service arbeitet deshalb an der Entschlüsselung von 100.000 Genomen. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen deren Struktur und Krankheiten zu finden, um für jeden eine maßgeschneiderte, nebenwirkungsarme Therapie zu finden. Deutlich weiter geht die Genom-Editierung: Mit der CRISPR/Cas-Methode lässt sich die DNA zerschneiden und gezielt verändern. CRISPR-basierte Gen-Therapien sind unter anderem für Krebs, HIV und Sichelzell­anämie in Entwicklung. Das birgt Risiken. Denn wenn die Gen-Schere nicht präzise schneidet, ist die DNA am Ende fehlerhaft.


 

Teil 1: Digitalisierung im Gesundheitswesen

Teil 2: E-Health trifft auf Wearables

Teil 3: Smarte Pillen und mehr KI?

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