„Prozesse vereinfachen"

Teil 3: Social Media sind ein „Must have“

Wissen Sie, wie Ihr Unternehmen und Sie persönlich in den sozialen Netzwerken eingeschätzt werden? Wenn ja, wie beeinflussen sie die Meinungsbildung dort?

Laue: Durch unser Social Media-Monitoring haben wir einen sehr guten Überblick über das Stimmungsbild zur Debeka. Aus vielen Befragungen wissen wir, dass wir die zufriedensten Kunden in der Versicherungsbranche haben. Erfahrungsgemäß äußern sich aber die zufriedenen Kunden in den sozialen Netzwerken nicht so häufig wie solche, die ein konkretes Anliegen haben. Wir stellen fest, dass Kunden diesen Kanal verstärkt auch für Service-Anfragen nutzen. Social Media ist insofern nicht mehr nur „nice to have“, sondern ein „must have“ für Unternehmen. Wie ich persönlich in Social Media eingeschätzt werde, hatte und hat für mich nicht die größte Priorität. Dennoch habe ich mich sehr gefreut, dass ich von Ihrem Magazin 2017 zum „Manager des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Gibt es Momente im Berufs- und im Privatleben, in denen Sie sich die Abwesenheit digitaler Geräte und Services wünschen?

Laue: Als Chef eines großen Versicherungsunternehmens bin ich quasi immer im Dienst und muss erreichbar sein. Aber wenn ich im Urlaub wandere oder Ski fahre, versuche ich die Erreichbarkeit auf ein absolut notwendiges Maß zu reduzieren.

Wer ist Ihr Vorbild als „Transformer/Digitalisierer“?

Laue: Ein Unternehmen, das in allen Facetten Vorbild ist, kann ich Ihnen nicht nennen. Amazon, Apple oder Google prägen mit ihren Angeboten die Erwartungen der Kunden. Sie setzen über Branchengrenzen hinaus Maßstäbe für Geschwindigkeit, Leistungsfähigkeit und Kundenorientierung. An diesen Maßstäben müssen wir uns messen, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben. In Bezug auf mein Wertebild gehören die genannten Unternehmen aber nicht zu meinen Vorbildern. Wir als Debeka bleiben unseren Grundsätzen treu, bei denen das Wohl der Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter im Vordergrund steht.

Nach welchem Motto leben und agieren Sie?

Laue: Als Schwabe, der seit langer Zeit im Rheinland lebt und arbeitet, orientiere ich mich gerne am „Rheinischen Grundgesetz“. Und hier insbesondere an den Lebensweisheiten „Et kütt wie et kütt“ und „Et hätt noch emmer joot jejange“.

Teil 1: IT-Sicherheit geht bei der Debeka vor

Teil 2: Mitarbeiter in der Digitalisierung mitnehmen

Teil 3: Social Media sind ein „Must have“

 

 

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