Es fehlt an agilem Vorgehen

Teil 4: Mit Selbstbewusstsein zur Führungsposition

Welches digitale Projekt liegt Ihnen persönlich am Herzen?

Morgenstern: Industrie 4.0 ist für mich persönlich ein absolut faszinierendes Thema, in das ich durch die gemeinsamen Forschungsarbeiten mit Siemens schon seit fünf Jahren involviert bin. Mich faszinieren die Möglichkeiten, die es für Hersteller und deren Kunden gibt. Dafür bin ich hier natürlich jetzt auch im richtigen Land, weil ich von Kunden und Partnern umgeben bin, die auf diesem Gebiet investieren und ein breites Detailwissen haben.

Welche Erfindung hat Sie zuletzt stark beeindruckt?

Morgenstern: Der Autobauer Ford hat zusammen mit dem italienischen Start-up Aedo ein Autofenster entwickelt, mit dem blinde Beifahrer die vorbeiziehende Landschaft wahrnehmen können. Ich finde es großartig, dass so etwas möglich ist.

Wer ist Ihr persönliches Vorbild?

Morgenstern: Mein Vorbild war meine Schwimmtrainerin. Sie hat mir das Leistungsdenken beigebracht, das man braucht, um täglich nach der Schule vier Stunden zu trainieren. Vom Leistungssport lässt sich sehr viel lernen, was auch für die Geschäftswelt wichtig ist. Ich habe gelernt, mit Niederlagen umzugehen. Ich frage mich dann, was lerne ich daraus, wie wandele ich den Misserfolg in einen positiven nächsten Schritt um? Diese Einstellung führe ich auf das Schwimmen zurück. In Heidelberg, wo ich aufgewachsen bin, gab es früher einen der besten Schwimmverbände Deutschlands.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Morgenstern: Ich setze bei Atos absolut auf den Kunden. Unser Programm „Client @ the Heart“: All unser Tun muss auf den Kunden ausgerichtet sein. Danach lebe ich auch.

Was ist Ihr Rat an Frauen, die eine Führungsposition anstreben?

Morgenstern: Höre niemals auf deine Stimme im Kopf, die sagt, dass du etwas nicht kannst. Studien besagen, dass sich Frauen eine Aufgabe erst zutrauen, wenn sie sich 100 Prozent sicher sind, sie zu beherrschen. Für Männer reichen schon 50 bis 70 Prozent, damit sie sich die Aufgabe zutrauen. Ich rate meinen Mitarbeiterinnen: Wenn euch euer Chef oder eure Chefin sagt, dass ihr etwas könnt, dann glaubt ihm oder ihr. Es ist absolut wichtig, eine positive und selbstbewusste Einstellung zu haben.

Teil 1: „Digitalisierung muss Chef-Thema werden” 

Teil 2: Mehr Bildung für Cybersecurity und das Internet der Dinge 

Teil 3: Digital Workplace und Diversity

Teil 4: Mit Selbstbewusstsein zur Führungsposition

 

 

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