„In Bewegung bleiben"

Teil 4: Mit Start-ups kooperieren

Welches digitale Start-up hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt und warum?

Unterlandstättner: Da gibt es viele gute Ideen und Start-ups am Markt, auch wenn sich hier aus meiner Sicht in nächster Zeit noch einiges konsolidieren wird. Aufgrund der Vielzahl und Vielfalt möchte ich auch kein digitales Start-up hervorheben. Grundsätzlich beeindruckt es mich aber, wenn ein Start-up nicht nur bei einem ersten Produkt beziehungsweise bei einer ersten Idee stehen bleibt, sondern sein Produktangebot und sein Geschäftsmodell erfolgreich weiterentwickelt. Zwei FinTechs, die dies tun und mit denen wir kooperieren, sind FinReach und WebID Solutions. Nach der gemeinsamen Einführung eines digitalen Konto- und Depotwechselservices, setzen wir zusammen mit FinReach gerade auch den erwähnten Chatbot um. Mit WebID Solutions kooperieren wir schon lange bei der Legitimation per Videochat zur Eröffnung eines Girokontos oder Abschluss eines Privatdarlehens. Zuletzt haben wir mit diesem Partner nun auch bei den Konsumentenkrediten unserer Marke SKG BANK eine qualifizierte elektronische Signatur und damit den letzten Baustein für ein medienbruchfreies online-basiertes Kreditvergabeverfahren eingeführt.

Wissen Sie, wie Ihr Unternehmen in den sozialen Netzwerken eingeschätzt wird? Wenn ja, wie beeinflussen sie die Meinungsbildung dort?

Unterlandstättner: Ja, wir wissen, wie die DKB dort eingeschätzt wird, weil wir das aktiv beobachten und uns intensiv damit auseinandersetzen. Wir waren eine der ersten Banken in Deutschland, die ein Social Media Monitoring aufgesetzt hat. Das Feedback, das wir dort bekommen, wird von uns genutzt, um insbesondere im Kundenservice noch besser zu werden. Wir nutzen die sozialen Netzwerke aber auch, um zu erfahren, welche neuen Produkte und Services unsere Kunden sich wünschen.

Gibt es Momente im Berufs- und im Privatleben, in denen Sie sich die Abwesenheit digitaler Geräte und Services wünschen?

Unterlandstättner: Digitale Geräte und Services machen heutzutage viele Vorgänge einfacher. Ich kann mir heute zum Beispiel gar nicht mehr vorstellen, eine Überweisung nicht am Smartphone oder Computer zu erledigen. Ich sehe die Digitalisierung unseres Berufs- und Privatlebens daher positiv. Mir sind aber Auszeiten für meine Familie und meine sportliche Leidenschaft, den Reitsport, wichtig. Es gibt sowohl im Berufs- als auch im Privatleben Momente, da muss man das Smartphone oder Tablet auch mal beiseitelegen.

Wer ist Ihr Vorbild als „Transformer/Digitalisierer“?

Unterlandstättner: Das eine Vorbild habe ich nicht. Es gibt in jeder Branche jeweils mehrere Persönlichkeiten, die man als Vorbild nennen könnte. Viele davon leisten großartige Pionierarbeit.

MEIN MOTTO: In den Worten der Digitalisierung: Immer in Bewegung bleiben, um anderen ein „Bit“ voraus zu sein.

Teil 1: Big Data und künstliche Intelligen im Banking

Teil 2: Neue Arbeits- und Marketingmodelle bei der DKB

Teil 3: Digitale Bildung und War for Talent

Teil 4: Mit Start-ups kooperieren

 

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