„In Bewegung bleiben"

Teil 3: Digitale Bildung und War for Talent

Welche Wege und Strategien sind erforderlich, um die gesamte oder zumindest das Gros der Gesellschaft an den Vorteilen der Digitalisierung partizipieren zu lassen und niemanden auszuschließen?

Unterlandstättner: Breitbandausbau und schnelles Internet für alle sind hier wichtig. Wenn man die gesamte Gesellschaft – sowohl in der Großstadt als auch im ländlichen Raum – von den Vorteilen der Digitalisierung überzeugen möchte, dann sind das die Grundvoraussetzungen. Darüber hinaus ist es wichtig, den Arbeitsmarkt und unser Bildungssystem fit für die Herausforderungen zu machen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Da denke ich zum Beispiel auch an Aus- und Weiterbildungsprogramme für stark gefragte IT-Berufe.

Inwieweit bringen deutsche Hochschulen in ausreichendem Maß Top-Nachwuchskräfte hervor, die eine Transformation von Unternehmen vorantreiben oder über Start-ups digitale Impulse setzen können?

Unterlandstättner: Im internationalen Vergleich haben wir in Deutschland aus meiner Sicht ein sehr wettbewerbsfähiges Bildungssystem, dass viele Top-Nachwuchskräfte hervorbringt. Dennoch bekommen Wirtschaftsunternehmen in Deutschland den Fachkräftemangel immer stärker zu spüren. Das gilt besonders für bestimmte IT-Berufe. Um für die begehrten Talente aus diesem Bereich attraktiv zu sein, müssen sich die Unternehmen ganz schön ins Zeug legen. Erste Erkenntnisse zeigen, dass die Generation die gerade in den Arbeitsmarkt eintritt, wieder mehr Wert auf Sicherheit, insbesondere Arbeitsplatzsicherheit, legt. Und da haben wir mehr zu bieten, als so manches junge Start-up. Die DKB unterstützt die deutsche Hochschullandschaft zudem seit Jahren mit Stipendien und setzt Trainee- sowie Nachwuchsförderprogramme ein, um gefragte Nachwuchskräfte für sich zu begeistern.

Welchen digitalen Fußabdruck möchten Sie setzen – welches Digitalprojekt schieben Sie persönlich an?

Unterlandstättner: Die Digitalisierungsprojekte in der DKB sind sehr vielfältig und werden eng von meinen Vorstandskollegen und mir begleitet. Mit ihnen werden beispielsweise Kundenmehrwerte durch neue digitale Services geschaffen, Prozesse optimiert oder die Sicherheit noch weiter erhöht. Letztlich durchdringt die Digitalisierung aber jeden Bereich eines Unternehmens und spielt inzwischen in fast allen unseren Projekten auch eine Rolle. Es handelt sich um eine umfassende Transformation, die in irgendeiner Form alle Arbeitsplätze in einem Unternehmen jetzt schon betrifft oder in Zukunft betreffen wird. Aus diesem Grund war mir persönlich auch das erwähnte Projekt „FlexWork“ so wichtig. Dabei geht es ja darum, die Chancen durch die Digitalisierung zu nutzen und dadurch Formen einer neuen und modernen Arbeitswelt zu schaffen.

Teil 1: Big Data und künstliche Intelligenim Banking

Teil 2: Neue Arbeits- und Marketingmodelle bei der DKB

Teil 3: Digitale Bildung und War for Talent

Teil 4: Mit Start-ups kooperieren

 

 

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