„In Bewegung bleiben"

Teil 2: Neue Arbeits- und Marketingmodelle bei der DKB

Wie stehen Ihre Mitarbeiter zur Digitalisierung?

Unterlandstättner: Im Privatkundengeschäft sind wir ja eine reine Direktbank. Wir beschäftigen uns also schon sehr lange mit digitalen Prozessen und Innovationen. Doch natürlich gibt es auch bei uns Herausforderungen, denn die Digitalisierung dringt in alle Unternehmensbereiche vor und wird für alle Mitarbeiter immer wichtiger. Dass sich die DKB-Mitarbeiter engagiert mit Digitalisierung und Zukunftsthemen auseinandersetzen, haben wir zum Beispiel beim Thema flexibles Arbeiten festgestellt. Wir nehmen hier gerade am Projekt „Experimentierräume“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales teil. Begleitet vom Fraunhofer-Institut beschäftigen wir uns dabei in Pilotgruppen mit flexiblem mobilem Arbeiten auf Grundlage der neuen digitalen Möglichkeiten. Als wir gefragt haben, wer teilnehmen möchte, gab es sehr viele Teams, die sich dafür meldeten. Wir haben damit also auch auf einen Bedarf reagiert und sind überzeugt davon, dass flexibles Arbeiten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sehr unterstützen kann.

Wie wichtig sind Wahrnehmung und Bedeutung Ihres Hauses in sozialen Netzwerken?

Unterlandstättner: Als Direktbank im Privatkundengeschäft ist die Wahrnehmung in den sozialen Netzwerken für uns enorm wichtig, aber auch unter den Gesichtspunkten des Employer Brandings. Die Kommunikation auf Facebook, YouTube, Instagram, Twitter, Xing und in unserem Blog ist ein fester Bestandteil unseres Marketingmix. Dabei verknüpfen wir die Kanäle intelligent miteinander und erzählen dort Geschichten zur Marke, zu unserem Sportengagement, unseren Produkten und zur Nachhaltigkeit. Wir stellen uns deshalb immer die Fragen: Passt der Kanal und dessen Community zur DKB, ihren Zielgruppen und Inhalten? Und wenn ja, mit welchen Content-Formaten und –Schwerpunkten positionieren wir uns in dem Kanal? So sind wir zum Beispiel schon seit Jahren bei Facebook aktiv. Es ist ein guter interaktiver Kanal für die direkte Kundenkommunikation, transportiert aber auch unseren Anspruch an Innovation, indem wir zum Beispiel einen 3D-Post zum neuen Kreditkarten-Design machen. Da Instagram sehr visuell und dadurch emotional geprägt ist, lag es nahe, diesen Kanal mit einem Sportschwerpunkt aufzubauen. In unserem Unternehmensblog auf medium.com mit dem Titel "Das kann Bank", erklären wir hingegen innovative Produkte oder wo das Geld unserer Kunden ankommt. Letzteres haben wir aktuell auch in einer Video-Serie für YouTube aufbereitet. Kurzum: Social Media ist für uns ein sehr wichtiges Instrument, um uns mit unseren Kunden, Partnern und Fans auszutauschen.

Wie beurteilen Sie steigende IT-Risiken in einer digitalisierten Gesellschaft, etwa durch Betriebsspionage, Hacker-Attacken oder Negativkampagnen?

Unterlandstättner: Mit zunehmender Digitalisierung steigen natürlich auch die IT-Risiken. Wir können jedoch die Risiken für uns und unsere Kunden minimieren. Daran arbeiten wir in der DKB jeden Tag. Selbstverständlich wollen wir innovativ sein und unseren Kunden ein innovatives und bequemes digitales Banking bieten. Bei uns geht aber kein neuer Service an den Start, bevor wir nicht davon überzeugt sind, dass alle Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz erfüllt sind. Das hat für uns höchste Priorität.

Teil 1: Big Data und künstliche Intelligenz im Banking

Teil 2: Neue Arbeits- und Marketingmodelle bei der DKB

Teil 3: Digitale Bildung und War for Talent

Teil 4: Mit Start-ups kooperieren

 

 

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