Agent Provocateur

Otto Digital Solutions forciert E-Commerce und FinTech

Paul Jozefak will provozieren – im konstruktiven Sinne. Der Co-Chef der Otto Group Digital Solutions über Potenzial und warum es manchmal einen Push braucht.

Paul Jozefak, Co-Chef der Otto Group Digital Solutions (Foto: PR)
Paul Jozefak,
Co-Chef der Otto Group Digital Solutions (Foto: PR)

Wir sind nicht wie andere“, sagt Paul Jozefak über die Otto Group Digital Solutions. Wer den Co-Geschäftsführer kennengelernt hat, weiß, dass dieses Urteil auch auf ihn selbst münzt. Freundlich, aufgeschlossen, professionell – dabei aber direkt, selbstbewusst und nicht selten herausfordernd. Ein Start-up-Erbe – transferiert in ein Familienunternehmen. Jozefak verrät, wie das funktionieren kann.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Als Chef eines Unternehmens für digitale Lösungen: Besuchen Sie die zahllosen großen Veranstaltungen zum Thema?

Paul Jozefak: Nein. Das würde uns nichts bringen. Vor elf Jahren, als Twitter auf der South by Southwest seine Geburtsstunde feierte, wäre es spannend gewesen. Heute werden auf solchen Events mit mehreren Tausend Teilnehmern vor allem Trends diskutiert, die schon im Mainstream angekommen sind. Unsere Aufgabe hingegen ist es, in den von uns definierten Interessensbereichen echte Innovationen zu finden. Und denen kommen wir eher im Austausch im kleineren Rahmen auf die Spur, auf Events im Vor-Cebit-Stadium.

Wie sieht die konkrete Aufgabenbeschreibung von Otto Group Digital Solutions aus?

Jozefak: Mir gefallen Begriffe wie Inkubator oder Accelerator nicht, die manchmal auf uns angewendet werden. Wir sind ein Corporate-Company-Builder, kommen aus der Historie von Liquid Labs, die sich hier schon früh einen Namen gemacht haben. Wir bauen Unternehmen auf, die zu den Otto-Geschäftsfeldern E-Commerce, Logistik und FinTech passen.

Was unterscheidet Ihren Ansatz der Innovationsförderung von dem anderer deutscher Unternehmen?

Jozefak: Natürlich wollen alle innovativ sein. „Innovation“ ist heute mehr denn je ein Buzzword – ebenso wie „Start-up“. Am Ende waren das alle irgendwann einmal. Leider nur haben sie später in ihrer Evolution verlernt, schnell zu sein. Aus meiner Sicht müsste man diese Begriffe einmal gründlich entmystifizieren. Dann hätte es in den vergangenen Jahren vielleicht auch nicht so viele Fehlversuche gegeben, bei denen große Firmen versuchten, einen Start-up-Spirit nachzubauen und so Innovationen zu produzieren.

Wonach scannen Sie den Markt?

Jozefak: Wir suchen nach kurzfristig umsetzbaren Innovationen und nicht zwingend nach „Cutting-Edge“-Technologien – es zählt die Nähe zum Kunden.

Teil 1: Otto Digital Solutions forciert E-Commerce und FinTech

Teil 2: Ideenlabor statt Venture Capital und Inkubatoren

Teil 3: Ottos Company Builder

 

 

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