Teil 2: Intuitiver Umgang mit Robotern

Laut Unternehmensberatung Forrester wissen viele Unternehmen noch nicht, welches Problem sie mithilfe von KI lösen sollen oder können. Gibt es konkrete Anwendungsbeispiele für KUKA?
Reuter:
Zum einen im einfacheren, intuitiveren Umgang mit Robotern. KI kann zur „Demokratisierung“ der Robotik beitragen. Auch kleinere und mittlere Unternehmen können so trotz kleinerer Stückzahlen von der Qualität und Produktivität roboterbasierter Automatisierungslösungen profitieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Erhöhung der Produktivität und Verfügbarkeit laufender Produktionen durch KI-basierte Optimierung der Prozessqualität, der Taktzeit, des Energieverbrauchs, der Wartungsintervalle. Weitere Felder sind Bilderkennung oder adaptive Lösungen als Reaktion auf Veränderungen in der Produktionsumgebung.  

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter den Herausforderungen durch KI gewachsen sind? Welche Rolle spielt Bildung dabei?
Reuter:
Es ist wichtig, Mitarbeiter darauf vorzubereiten, sich rasch mit neuem Wissen auseinandersetzen zu können und immer „in Bewegung zu bleiben“. Daher bedarf es einer ständigen Förderung von Aus- und Weiterbildung und der regelmäßigen Überarbeitung von Lehrplänen, um die Anforderungen an die Praxis anzupassen. Das Thema Weiterbildung spielt bei KUKA deshalb eine wichtige Rolle. Unseren Mitarbeitern bieten wir einen Katalog an Schulungen und Fortbildungen über unsere KUKA Academy und das KUKA College an.  

KI-Anwendungen benötigen Algorithmen, enorme Rechenkapazitäten und vor allem Unmengen von Daten. Kann Ihr Unternehmen das alles selbst stemmen?
Reuter:
KI-Anwendungen brauchen nicht nur Unmengen von Daten, sondern auch die richtigen Daten – also Smart Data. Wir bei KUKA setzen diesbezüglich auf Kooperationen mit Start-ups und leistungsfähigen, spezialisierten Partnern. Dazu zählt etwa das KUKA-Start-up connyun, das eine cloudbasierte Softwareplattform entwickelt hat.  

Halten Sie eine „starke KI“, also Computer mit eigenem Bewusstsein, für realistisch und moralisch vertretbar? Oder gar, dass Gehirne mit der Cloud vernetzt werden, um Kombinationsvorteile in mehr Leistungsfähigkeit umzumünzen?
Reuter:
Maschinen können Menschen zwar verblüffend imitieren. Zu einem Bewusstsein gehört am Ende aber doch mehr als beliebig viel Speicher und beliebig viele Verknüpfungen. Der Rest sei den Science-Fiction-Filmen vorbehalten. Die Persönlichkeit verändernden Eingriffe halte ich für moralisch wenig vertretbar. Meiner Meinung nach muss letztlich stets der Mensch die Maschine beherrschen und niemals umgekehrt. 

Teil 1: Verstand entscheidet

Teil 2: Intuitiver Umgang mit Robotern

 

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