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Teil 3: "Wir sind nicht so steif wie andere Banken"

Wie kreiert die ING-DiBa ein Innovationsklima?

Boekhout: Im Oktober 2015 haben wir einen eigenen Bereich „Digital Strategy & Innovation“ eingerichtet. Die Aufgaben des Innovationsteams sind die Analyse von Trends, die Organisation und Förderung des Austauschs innovationsrelevanter Themen und die Entwicklung von Services und Produkt­ideen. Wir profitieren auch sehr vom Austausch im internationalen ING-Netzwerk sowie von den Erfahrungswerten aus den anderen Ländern. Dies gilt beispielsweise für das Mobile Banking. Hier sind uns unter anderem Polen und Spanien aufgrund der höheren Akzeptanz seitens der Bankkunden voraus. Darüber hinaus fördert die ING mit dem „Innovation Bootcamp“ die Kreativität der Mitarbeiter weltweit. Diese können ihre Ideen für innovative Services oder Produkte einreichen. Das Programm beginnt in der Regel mit der Ideenwoche, in der eine erste Vorauswahl stattfindet. Anschließend werden verschiedene Teams gebildet, die gemeinsam ein viermonatiges „Bootcamp“ absolvieren. In diesem Zeitraum werden alle Ideen weiter ausgearbeitet und zur Praxisreife gebracht. Während der Finalrunde kämpfen dann die verbliebenen Teams schlussendlich um die Finanzierung ihrer Idee.

War for (digital) talents: Was tun Sie, um die besten Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu rekrutieren?

Boekhout: Die ING-DiBa ist erfolgreich anders und so positionieren wir uns auch als Arbeitgeber. Uns zeichnet unsere besondere Unternehmenskultur aus. Wir sind nicht so steif wie andere Banken, es herrscht eine gewisse Lockerheit, dennoch sind wir sehr diszipliniert. Aktuell suchen wir überwiegend Menschen mit hoher IT, Technologie bzw. e-Commerce Orientierung. Im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter stehen wir hier nicht nur im Wettbewerb zu anderen Banken sondern auch zu „hippen“ Unternehmen wie bspw. Google.

Welche Innovation beeindruckt Sie persönlich bis heute am meisten?

Boekhout: Es gibt für mich nicht eine einzelne Innovation, die ich herausgreifen würde. Mich beeindruckt vielmehr, wie schnell und grundlegend neue Technologien unser privates, aber vor allem auch berufliches Leben verändern. Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten tragbaren Computer – ein großer, schwerer Koffer mit ausklappbarer Tastatur, Floppy-Drive und kleinem, grünem Monitor. Das Starten des Rechners dauerte 15 Minuten. Eine Revolution, damals. Und heute lese und bearbeite ich die meisten Dinge von unterwegs ganz einfach auf meinem Smartphone oder Tablet. Da ich viel unterwegs bin finde ich es ungemein praktisch, dass man sich heute einfach von unterwegs per Smartphone für einen Flug einchecken kann und dann auch gleich den Boarding Pass erhält. Das erspart sehr viel Zeit und ist komfortabel.

Wie bleiben Sie persönlich fit für die Zukunft?

Boekhout: Ich bin beruflich viel unterwegs und treffe viele unterschiedliche Menschen – glücklicherweise nicht nur Banker. Die vielen Gespräche und der offene Austausch mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen und mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen bereichern mich und geben mir immer wieder neue Impulse. Darüber hinaus tausche ich mich natürlich auch ­regelmäßig mit meinen Vorstandskollegen und unseren Experten in der Bank über neue Trends und Innovationen aus.

Welche Eigenschaft ist die wichtigste, um sich Herausforderungen stellen zu können?

Boekhout: Neugier, Offenheit und Beharrlichkeit – das sind für mich die Grundvoraussetzungen, um Herausforderungen gut meistern zu können. Und um immer wieder offen und positiv an Neues heranzugehen.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Boekhout: „You only live once – so live and let live.“

Teil 1: Veränderung als Teil der DNA
Teil 2: "Die Konsolidierung wird fortschreiten"
Teil 3: "Wir sind nicht so steif wie andere Banken"

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