Bislang Isoliertes vernetzen

Patrik Heider, CFO und COO des Unternehmens für Bausoftware Nemetschek, will alle Beteiligten am Bau nahtlos miteinander verbinden.


Patrik Heider, CFO und COO Nemetschek Group (Foto: PR)

DUB UNTEREHMER-Magazin: In Deutschland haben technologischer Wandel und Innovation in der Regel eher evolutionär und nicht revolutionär stattgefunden. Ist ein solch deutscher Weg der Digitalisierung zukunftsfähig oder sind wir zu wenig disruptiv?
Patrik Heider: Manchmal denke ich schon, dass es schneller und disruptiver gehen sollte. Aber eine Kombination ist sicherlich am besten. Der evolutionäre Weg ist solider, aber ganz ohne kleine Revolutionen können keine wirklich großen Veränderungen stattfinden. Da können wir noch einiges von anderen Ländern und Kulturen lernen. In der Nemetschek Group sind aufgrund unserer besonderen Holdingstruktur, bei der die 14 Töchterunternehmen sehr unternehmerisch agieren und unterschiedliche Kulturen haben, beide Ansätze vertreten. Das ist für uns als Unternehmen eine erfolgreiche Kombination, von der auch unsere Kunden in der Baubranche profitieren.  

Wie kann das Gros der Gesellschaft von der Digitalisierung profitieren?
Heider:
Es ist wichtig, die Gesellschaft auf diese Themen vorzubereiten und transparent zu informieren. Junge Menschen wachsen heute mit der Digitalisierung auf, werden dann aber durch das bestehende Schulsystem fast schon ausgebremst. In anderen Ländern lernen die Kinder den Einsatz von Technologie bereits in der Grundschule. Erfahrene Arbeitnehmer, die vor der Generation Y geboren wurden, benötigen Unterstützung, beispielsweise durch Schulungen oder Aufklärung.

Inwieweit bringen deutsche Hochschulen in ausreichendem Maß Top-Nachwuchskräfte hervor, die eine Transformation von Unternehmen vorantreiben oder über Start-ups digitale Impulse setzen können?
Heider:
Fachlich sind die Deutschen wie immer sehr stark, aber beim Thema Digitalisierung können die Hochschulen ihre Möglichkeiten noch besser ausschöpfen. Auch in der Baubranche sind wir längst nicht weit genug beim Thema Digitalisierung. Die innovative Start-up Szene spielt eine wichtige Rolle. Wir haben in der Unternehmensgruppe selbst einige dynamische junge Unternehmen, die mit vielversprechenden digitalen Lösungen an den Markt gehen. Der Nachwuchs, der von den Universitäten kommt, ist heute sehr gut ausgebildet, um den Wandel in den Unternehmen zu begleiten. Aber es ist nicht alleine die Ausbildung. Die Einstellung spielt eine wichtige Rolle und da ist uns die junge Generation sogar um einiges voraus.

Teil 1: Bisher Isoliertes vernetzen

Teil 2: Triebfeder Mensch

Teil 3: „Productivity is never an accident”

 

 

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