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Teil 3: „Aufbruchsstimmung“

Welches sind die größten Widerstände gegen die Transformation in Ihrem Unternehmen?
Rollinger:
Ich spüre keine unüberwindbaren Widerstände im Unternehmen. Im Gegenteil: Es herrscht eine positive Aufbruchstimmung. Unsere gerade durchgeführte Mitarbeiterbefragung bestätigt das. Sie brachte in Bezug auf unser Programm „Wachstum durch Wandel“ eine tolle Zustimmung.  Aber das bedeutet natürlich nicht, dass es ein Spaziergang wird. Sicher ist, dass unser Unternehmen in fünf Jahren nicht mehr so aussehen wird wie heute. Und: Um unser ambitioniertes Wachstumsziel zu erreichen, ist unbedingte Voraussetzung, dass wir alle Mitarbeiter und Führungskräfte auf der Reise mitnehmen. Dass uns das gelingt, ist vielleicht die größte Herausforderung. Daher werden wir darauf sehr genau achten.  

Wie „digitalisieren“ Sie Ihre Mitarbeiter?
Rollinger:
Wir kommunizieren jeden unserer Schritte sehr offen, transparent und in vielen Dialogformaten im ganzen Unternehmen. Wir gucken uns darüber hinaus in anderen Branchen, aber auch bei Start-ups moderne agile und kreative Arbeitsweisen ab, bieten allen Mitarbeitern zahlreiche Schulungen und Workshops und viele Möglichkeiten, moderne Arbeitsformen wie Innovation Labs, Coffee Talks, Barcamps praktisch auszuprobieren.  

Gibt es ein Digitalprojekt, welches Sie persönlich mit anschieben?
Rollinger:
Uns geht es darum, die Wachstumsdynamik der vergangenen Jahre langfristig und nachhaltig für die Zukunft zu sichern. Schlüssel dafür ist eine noch engere Verzahnung mit den Aktivitäten in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, beispielsweise beim Ausbau digitaler Vertriebspartnerunterstützung und Kundenschnittstellen sowie der Weiterentwicklung digitaler Produkte. Ein Projekt in diesem Kontext, das mir besonders am Herzen liegt, hat mit dem Bereich „autonomes Fahren“ zu tun. Das ist aber noch nicht spruchreif. Als einer der Marktführer in der Autoversicherung wollen wir hier natürlich ganz vorne mitspielen.

Welches digitale Start-up hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt und warum?
Rollinger:
Unser eigenes Innovation Lab „MO14“ – hier arbeiten hoch motivierte Mitarbeiter mit einem vorbildlichen Kundenfokus an zukunftsträchtigen Ideen für unser Geschäftsmodell.

Wie wichtig sind Wahrnehmung und Bedeutung Ihres Hauses und Ihrer Person in sozialen Netzwerken?
Rollinger:
Kein Unternehmen kann sich heute leisten, die sozialen Medien zu ignorieren. Hier sind wir auf allen wichtigen Kanälen aktiv und verfolgen natürlich sehr aufmerksam, was sich dort tut und in welcher Tonalität R+V dort diskutiert wird.

Gibt es Momente im Berufs- und im Privatleben, in denen Sie sich die Abwesenheit digitaler Geräte und Services wünschen?
Rollinger:
Ich lese gerne noch echte Papier-Zeitungen. Das genieße ich, auch wenn ich natürlich per Smartphone und Tablet immer über die Aktualität informiert bin.

Wissen Sie, wie Ihr Unternehmen in den sozialen Netzwerken eingeschätzt wird? 
Rollinger:
Nach allem, was wir in den sozialen Medien sehen und messen, hat die R+V im Internet ein respektables Image. Wir beobachten das, wir posten selbst regelmäßig Geschichten aus und über die R+V.

Haben Sie ein Digitalisierungs-Vorbild?
Rollinger:
Die Otto Group, die sich beeindruckend vom klassischen Versandhaus zum digitalen Anbieter entwickelt hat.

Teil 1: „Forcierte Evolution”

Teil 2: „Wachstum durch Wandel”

Teil 3: „Aufbruchstimmung”

 

 

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