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Die Zukunft gestalten

Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung von IBM Deutschland, über Licht am Horizont, intelligente IT und den Coolness-Faktor im Job.

Humanoider Roboter: Das selbstlernende System Watson kommuniziert mit Mensch und Maschine (Bild: Niklas Hughes)

Kognitive Lösungen, Cloud Computing, Big Data – was die Möglichkeiten der Digitalisierung angeht, stehen wir erst am Anfang, sagt IBM-Deutschland-Chefin Martina Koederitz. Ihr Blick in die Zukunft.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Amazon, Google, Apple & Co. – US-Konzerne geben in der IT-Welt den Takt an. Warum keine deutschen?

Martina Koederitz: Ein Grund ist: Volkswirtschaftliche Chancen durch IT wurden hierzulande noch nie so eingeschätzt wie in den USA. Dort gehören IT-Firmen zu den beliebtesten Arbeitgebern. Aber ich sehe Licht am Horizont: Agenda 2020, IT-Gipfel, Investitionen in Berlin als Start-up-Hauptstadt Europas – all das kann zu einer neuen Einschätzung von IT als Zukunftsbranche führen und einem IT-Marktführer aus Deutschland den Weg ebnen.

Welche Innovation wird uns nachhaltig verändern?

Koederitz: Das Smartphone stand am Anfang der digitalen Epoche, die Digitalisierung treibt neue Geschäftsmodelle voran. Heute interagieren wir mit intelligenten Assistenzsystemen und Maschinen. So wie die kognitiven Lösungen rund um IBM Watson, unserer größte Innovation der letzten Jahre. Watson versteht Sprache, registriert Nuancen menschlicher Semantik, lernt, uns zu verstehen. Es bleibt spannend, welche Möglichkeiten sich mit innovativer Rechnerarchitektur, kognitiven Systemen oder humanoiden Roboterlösungen noch eröffnen – das Ende des Machbaren ist noch lange nicht erreicht.

Digitalisierung und Transformation –auch der Gesellschaft: Was wird unsere größte Herausforderung für die nächsten Jahre sein? Erwarten Sie, dass auf uns soziale und politische Herausforderungen zukommen etwa in Sachen frappierend steigender Arbeitslosigkeit oder radikaler gesellschaftlicher Umbrüche?

Koederitz: Eine große Herausforderung liegt darin, dass Arbeit automatisiert wird und damit bestimmte Tätigkeiten wegfallen oder von Maschinen übernommen werden. Das verunsichert uns verständlicherweise. Aber wie immer, wenn neue Technologien - Druckmaschinen, Dampfmaschinen oder Fließbänder und Automobile –in der Vergangenheit Eingang in unsere Arbeitswelt gefunden haben, verändern sich vorhandene Strukturen und Berufsbilder. Dafür werden neue Job geschaffen, beispielsweise in den Bereichen Robotik, Datenanalyse oder Sicherheit und vorhandene verändern ihren Schwerpunkt.

Welches Unternehmen weltweit hat sein Geschäftsmodell vorbildlich auf die Zukunft ausgerichtet? Was beeindruckt Sie an dem Unternehmen am meisten? 


Koederitz: Ich beobachte viele interessante Unternehmen auf dem europäischen, amerikanischen oder asiatischen Markt. Gemeinsam ist ihnen, dass sie ihre Geschäftsmodelle konsequent vom Kunden her denken und dass sie ihre Mitarbeiter begeistern. IBM zähle ich übrigens auch dazu – ich bin ja nicht ohne Grund seit 30 Jahren für das Unternehmen tätig! So haben wir etwa in den letzten zwölf Monaten mit den neu gegründeten Business Units IBM Watson Health und IBM Watson IoT sehr erfolgreich unser Geschäftsmodell erweitert.

Teil 1: Die Zukunft gestalten
Teil 2: "Innovationszyklen oft schneller als Ausbildungszyklen"
Teil 3: "Kein Mut zum Träumen bedeutet keine Kraft zum Kämpfen"

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