Teil 3: Angriffe in Echtzeit identifizieren

Wie qualifizieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Noga:
Wir praktizieren den Ansatz „lebenslanges Lernen“ und sorgen dafür, dass SAP-Mitarbeiter – insbesondere im Entwicklungsbereich – die Fähigkeiten haben, maschinelles Lernen in Anwendungen zu integrieren. Dafür schulen wir über Online-Kurse, interne Plattformen oder Events. 

Verfügen Sie über ausreichend qualifiziertes Personal, um intern entsprechende Prozesse und Schnittstellen abbilden zu können?
Noga:
Wir suchen natürlich immer gute Leute, profitieren aber natürlich davon, ein hochattraktiver Arbeitgeber zu sein. Maschinelles Lernen ist ein relativ junges Feld und gerade in der universitären Bildungslandschaft noch nicht flächendeckend etabliert. Hochqualifizierte Experten zu rekrutieren, ist eines unserer zentralen Ziele bei SAP. Bis zum Ende dieses Jahres werden wir unser Team deutlich vergrößern, um noch besser für die kommenden Herausforderungen aufgestellt zu sein.

Gerade den Deutschen wird nachgesagt, sie hätten große Angst vor dem Missbrauch ihrer Daten. Für KI ist jedoch eine breite Datenbasis nötig. Wie begegnen Sie der Angst vor Datenmissbrauch? Wie sichern Sie Ihr Unternehmen gegen Hacker ab?
Noga:
Wie erwähnt: Über drei Viertel aller Geschäftsumsätze weltweit durchlaufen bereits jetzt SAP-Systeme. Wir sind seit Jahrzehnten geschätzter Partner von mehr als 350.000 Unternehmen weltweit. Das gelingt nur, wenn Sicherheit und Datenschutz oberste Priorität genießen. SAP verfügt über eine umfassende Produktsicherheitsstrategie, basierend auf den drei Säulen Prevent – Detect – React. Wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist der Secure Software Development Lifecycle (S²DL): ein umfassendes Gerüst an Prozessen, Vorgaben, Werkzeugen und Mitarbeiterschulungen. Damit ist Softwaresicherheit von Anfang an ein integraler Bestandteil. Hinzu kommt Enterprise Threat Detection (ETD): diese Sicherheits-Lösung identifiziert Angriffe in Echtzeit. ETD können auch unsere Kunden nutzen, um ihre SAP-Systeme zu schützen. Für die Einbindung von Netzwerken Dritter, zum Beispiel von Partnern, nutzen wir separate Schutzsysteme. Und nicht zuletzt haben wir eine langjährige SAP-Sicherheitskultur mit der sogenannten Human Firewall. Unsere Mitarbeiter selbst durchlaufen regelmäßige Sicherheitstrainings, um etwa Manipulationsversuchen vorzubeugen.

Teil 1: Datentreibstoff für mehr Intelligenz

Teil 2: KI-Katalysator

Teil 3: Angriffe in Echtzeit identifizieren

 

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