Die Killer-App finden

Angst? Nein. Spielereien? Nicht mit Panasonic. Laurent Abadie, Europa-CEO des japanischen Technologiekonzerns, sucht nach einer Lösung mit echtem Mehrwert.


Smart City: In Japan entwickelt Panasonic seit einigen Jahren intelligente Städte. Das Projekt Fujisawa umfasst 1.000 Haushalte (Foto: PR)

Laurent Abadie ist kein Freund von Gadgets. Als Panasonic-Europa-Chef zeigt er sich als positiver Realist. Der Franzose sieht im Zuge der Digitalisierung Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft, denen sein Haus mit Qualität sowie smarten, vernetzten und kundengerechten Lösungen begegnen will.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Wie und wo verändert der digitale Wandel spürbar unser Leben?
Laurent Abadie:
Wir müssen die großen Herausforderungen der Gesellschaft in den Blick nehmen. Das ist zum einen die umfassende Elektrifizierung und, damit verbunden, die Umweltfrage. Diese Aspekte werden in der Beziehung zu Endverbrauchern und im B2B-Bereich immer wichtiger. Zum anderen geht es um unsere alternden Gesellschaften in Europa und Asien. Ich glaube, Technologie wird in diesen zwei Segmenten zu einer digitalen Transformation führen. Für ältere Menschen geht es um neue Services, damit sie länger eigenständig wohnen können. Das können wir durch vernetzte Geräte, Services, Robotik und automatische Spracherkennung realisieren. Der einzige Weg, die Zielsetzungen bei CO2-Emissionen sowie Klima- und Umweltschutz einzuhalten, ist die Elektrifizierung weiterer Sektoren wie der Automobilbranche.

Experten warnen im Zuge der Transformation vor Risiken wie massiver Arbeitslosigkeit.
Abadie:
Ich habe keine Angst davor, denn der Wandel wird uns eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung eröffnen. Natürlich wird die Robotik weitere Arbeitsplätze in der Fertigung kosten. Gleichzeitig aber gibt es so viele neue Märkte, neue Bedürfnisse, die zutage treten. Das Thema Services wird wichtig. Wenn wir über Smart-Home-Lösungen sprechen, geht es um Hardware, Software und Services. Hardware ist relativ simpel, Software kennen wir, aber Services – das ist der Schlüssel. Ich glaube, da eröffnen sich riesige Chancen für neue Geschäftsfelder. Es geht also um die Transformation der Gesellschaft.

Wie aber können wir die Ansprüche des Arbeitsmarkts von morgen bedienen?
Abadie:
Um neue Roboter und Produktionssysteme zu entwickeln, braucht es eine große Zahl an Ingenieuren, an hoch qualifizierten Arbeitskräften. Ich denke, es ist gut, wenn Menschen weniger manuell und körperlich arbeiten müssen und in Zukunft Tätigkeiten übernehmen, die noch mehr Wert schöpfen. Natürlich muss die Bildung darauf vorbereiten. Sie ist essenziell für die Transformation. Aber statt ängstlich, nervös und pessimistisch zu sein, sehe ich viele Möglichkeiten.

MEIN TIPP: Gute Lösungen müssen am Ende helfen, das Leben der Kunden entscheidend zu verbessern.

Teil 1: Die Killer-App finden

Teil 2: „Zu einer besseren Gesellschaft beitragen”

Teil 3: „Keine Gadget-Firma”

 

 

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