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Teil 3: Gesamtperspektive

Welchen digitalen Fußabdruck möchten Sie setzen – welches Digitalprojekt schieben Sie persönlich an?
Teyssen: Obwohl ich mich in Sachen digitale Entwicklung deutlich weiterentwickelt habe, ist mir so viel Demut geblieben, zu wissen, dass Digitalprojekte von den wirklichen Experten noch besser vorangetrieben werden können als von mir. Meine Perspektive richtet sich auf das gesamte Unternehmen. Wir, der gesamte Vorstand, sind verpflichtet, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Damit verändert sich E.ON zu einem Unternehmen, das nur noch seinen Kunden und ihren Wünschen verpflichtet ist. Das ist ein gewaltiger Veränderungsprozess, den ich auf der kulturellen wie auf der wirtschaftlichen Seite mit meinen Vorstandskollegen vorantreibe.  

Für wie wichtig erachten Sie die Wahrnehmung Ihres Hauses in sozialen Netzwerken?
Teyssen:
Insgesamt nimmt Social Media für uns an Bedeutung zu. Aktuelle Beispiele aus der Politik belegen die gesellschaftliche Relevanz – gerade mit Blick auf die USA. Aber klar ist auch: Was online diskutiert wird, hat nicht nur seinen Ursprung in der echten Welt, sondern ist Teil davon. Es gibt keine von der Realität getrennte Online-Welt. Alles ist real, weil es von Menschen kommt. 

Wissen Sie, wie Ihr Unternehmen und Sie persönlich in den sozialen Netzwerken eingeschätzt werden? Wenn ja, wie beeinflussen Sie die Meinungsbildung dort?
Teyssen:
Es geht uns weniger um Beeinflussung. Vielmehr bieten wir Plattformen, um Themen zu diskutieren. Häufig moderiert E.ON nur, wenn Nutzer ihre Standpunkte austauschen. Das hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Sozialen Kanäle sehr geschätzt und immer beliebter werden. Bei Facebook zum Beispiel haben wir unter den europäischen Energieversorgern inzwischen die zweitmeisten Fans.

Gibt es Momente im Berufs- und im Privatleben, in denen Sie sich die Abwesenheit digitaler Geräte und Services wünschen?
Teyssen:
Ja klar – zum Beispiel, wenn ich beim Joggen angerufen werde. Die Vorteile überwiegen aber deutlich, in denen ich rasch zu erreichen und dank digitaler Unterstützung sofort handlungsfähig bin. Das Digitale ist heute ein selbstverständlicher Begleiter im Leben. Was nicht heißt, immer 24/7 erreichbar sein zu müssen und zu arbeiten. Das ist eine Frage der persönlichen Organisation.

Wer ist Ihr Vorbild als Transformer/Digitalisierer?
Teyssen: Ich habe großen Respekt vor all jenen, die sich der gewaltigen Aufgabe mutig stellen, ihre Produkte, ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter in die Zukunft zu führen.  

Welches digitale Start-up hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt und warum?
Teyssen:
E.ON betreut permanent um die 40 Start-ups. Einige hören auf, andere kommen dazu. Zurzeit verfolge ich besonders, was sich in der Blockchain-Technologie bewegt. Hier haben wir mit den Start-ups „Quantoz“ und „Strombewegung“ zwei sehr interessante Projekte. Damit können Sie erneuerbare Energie direkt beim Nachbarn kaufen oder regionale Märkte für erneuerbare Energie schaffen.  

Teil 1: „Wir sind nicht wehrlos“

Teil 2: „grün, dezentral, digital“

Teil 3: Gesamtperspektive

 

 

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