„Das Ende der E-Mail naht“

In vielen Firmen ist die Informationsflut kaum beherrschbar. Der Messaging-Dienst Slack will das ändern. Europa-Chef Johann Butting verrät, wie.


Völlig transparent: Business-Messenger sollen für einen besseren Durchblick bei Mitarbeitern sorgen (Getty Images/mattjeacock (iStock))

„Das ist mein erstes Interview auf Deutsch seit vielen Jahren“, sagt Johann Butting beim Gespräch mit dem DUB UNTERNEHMER-Magazin in einem Hamburger Hotel. Es wird nicht sein letztes bleiben. Denn das kalifornische Kollaborations-Tool Slack – mit einem Wert von 5,1 Milliarden US-Dollar eines der größten Einhörner im Silicon Valley – will auch in Deutschland expandieren. Der gebürtige Hildesheimer Butting und seine 20 Mitarbeiter in der Europa-Zentrale in Dublin haben ein großes Ziel: die Kommunikation innerhalb und zwischen Unternehmen zu revolutionieren. Doch die Konkurrenz ist groß.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Den Deutschen wird nachgesagt, dass sie an ihren Traditionen hängen. Dazu gehört auch die riesige E-Mail-Flut in Unternehmen. Was wollen Sie dagegen tun?
Johann Butting:
Lassen Sie mich eines zu Traditionen sagen, weil ich aus meinem persönlichen Umfeld viele der berühmten deutschen Mittelständler kenne, die in der x-ten Generation sehr traditionsverhaftet sind. Zu den größten Traditionen des deutschen Mittelstandes gehören Innovationen. Denn diese Firmen sind dadurch groß geworden, dass sie innovative Produkte entwickelt haben und über Generationen hinweg in der Lage waren, in ihrem jeweiligen Markt in der ersten Liga zu spielen. Deswegen wird Tradition dafür sorgen, dass der deutsche Mittelstand solche Themen wie eine neue Art der Kommunikation relativ schnell aufgreift und umsetzt.

Also wird die E-Mail bald Geschichte sein?
Butting:
Ja, in einigen Jahren wird die E-Mail in der internen Kommunikation durch Kollaborationstools abgelöst. Wichtig ist: Die Technologie muss für die Deutschen perfekter sein als anderswo, erst dann führen sie etwas Neues ein. Ein prinzipiell längeres Festhalten an althergebrachten Dingen kann ich hierzulande nicht feststellen. Anders ausgedrückt: Die Hürde für das Neue liegt höher, aber der Anker für das Alte wiegt nicht schwerer.

Gilt das auch für die externe Kommunikation? Schließlich können sich seit September Unternehmen untereinander über Slack austauschen.
Butting:
Auch dort wird es unserer Ansicht nach eine wichtige Rolle spielen. Über sogenannte Shared Channels können sich Unternehmen zu ausgewählten Themen miteinander verbinden und dann gemeinsam arbeiten. Das ist ein sehr spannendes Wachstumsfeld.

Teil 1: „Das Ende der E-Mail naht”

Teil 2: Definitiver Produktvorsprung

Teil 3: „Mehr als 1.000 Anwendungen”

 

 

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