Teil 2: Deutschlands Schulsystem überdenken

Inwieweit bringen deutsche Hochschulen in ausreichendem Maß Top-Nachwuchskräfte hervor, die eine Transformation von Unternehmen vorantreiben oder über Start-ups digitale Impulse setzen können?
Kramer: Ich bin nicht der Meinung, dass nur Start-ups digitale Impulse setzen. Auch etablierte Unternehmen haben hohe Budgets für Innovationen. Aber auch hier sage ich zum Thema Nachwuchskräfte: Die Hochschulen sehe ich nicht als Problem. Wer es bis dahin geschafft hat, kommt meist top ausgebildet aus der Uni. Es gibt zum Beispiel großartige, an Universitäten angeschlossene Gründerzentren. Wir bekommen sehr gute Leute als Werkstudenten oder Berufseinsteiger, mit großem Innovationsgeist und Kreativität. Über das derzeitige Schulsystem in Deutschland sollte man nachdenken! Die rückwärtsgewandte Bildungsstruktur steht im krassen Gegensatz zum Weg in die Digitalisierung.

Welche digitale Innovation wird Ihr Unternehmen am stärksten verändern?
Kramer: Für uns als IT-Unternehmen ist die Innovation ja das Kerngeschäft. Auch wir sehen einen tiefgreifenden Wandel in unserem Kerngeschäft: Also weg von den klassischen Geschäftsfeldern wie Verkauf von Personentagen in der Beratung, Verkauf von Lizenzen hin zu neuen Geschäftsmodellen wie die Bereitstellung von Cloud-Lösungen und Lösungen für mobile Endgeräte.  

Wie begegnen Sie zweifelnden Mitarbeiten, um diese für die Digitalisierung zu motivieren? 
Kramer:
Das geht am besten mit Erfolg. Innovation passiert oft zunächst im Verborgenen. Kreative Köpfe leiden dann unter der Prüfungskommission, wenn sie ihre Idee nach außen tragen. Man muss deshalb zusammenarbeiten können, dabei die Stärke der unterschiedlichen Charaktere erkennen und nutzen. Gemeinsam verkauft man so die Innovation.  

Welches Digitalprojekt schieben Sie persönlich an?
Kramer:
PROMOS ist in der Wohnungswirtschaft allgemein als erfolgreicher Komplettanbieter für SAP-basierte ERP-Systeme bekannt. Weniger bekannt ist, dass wir unsere Innovationen bei den Themen Apps und Digitalisierung in einer eigenen Produktentwicklung bündeln. Easysquare etwa ist eine cloudbasierte Lösung für professionelles Immobilienmanagement mit konsequent App-basierter Nutzeroberfläche. Mit dieser Plattform können wir immobilienwirtschaftliche Marktplätze aufbauen, betreiben und vernetzen. Mittlerweile sind wir in der Lage, Apps am Fließband herzustellen.

Teil 1: Apps am Fließband

Teil 2: Deutschlands Schulsystem überdenken

Teil 3: „Gut fürs Karma”

 

 

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