Teil 3: „Es geht um Verinnerlichung”


Wie begegnet Ihr Unternehmen zweifelnden Mitarbeitern, um diese für die Digitalisierung zu befähigen und zu motivieren?
Merkens: Da wir uns bereits seit einigen Jahren mit dem technologischen Wandel auseinandersetzen, haben wir uns als Unternehmen darauf eingestellt. Allerdings ist es nicht immer einfach zu vermitteln, was die Digitalisierung für das Umfeld, für das Unternehmen und für jeden einzelnen bedeutet. Aber mit dem reinen Vermitteln ist es noch nicht getan. Es geht um Verinnerlichung, Begreifen und eine persönliche Veränderung. Wir haben unter anderem aus diesem Grund ein Programm zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur aufgesetzt. Gleichzeitig geben wir Impulse für einen Kulturwandel mithilfe von Leuchtturmprojekten und durch Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, wie räumliches Arbeitsumfeld, neue Arbeitsweisen und -methoden und mithilfe eines Agile Coach Pools. Besondere Bedeutung kommt dabei natürlich den Führungskräften zu.

Wie wichtig sind Wahrnehmung und Bedeutung Ihres Hauses und Ihrer Person in sozialen Netzwerken? Wie beeinflussen Sie die Meinungsbildung dort?
Merkens: Die sozialen Netzwerke haben auch bei uns an Bedeutung gewonnen. Daher sind wir auf den wichtigsten Netzwerken präsent und kommunizieren regelmäßig. In der Kundenkommunikation ist aufgrund unseres Geschäftsmodells jedoch die direkte persönliche Ansprache weiterhin der Königsweg. Allerdings findet diese Ansprache immer mehr auch digital statt. Dies gilt auch für die interne Kommunikation, die wir in den vergangenen Jahren stark ausgebaut und durch moderne Kommunikationstechnologien und -kanäle ergänzt haben. Hier nutzen wir die gesamte Bandbreite digitaler Möglichkeiten.

Welches digitale Start-up hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt und warum?
Merkens: Hier gibt es kein spezielles Start-up Unternehmen. Für mich ist immer wieder faszinierend, wie Start- ups vertraute Dinge neu bewerten nach dem Motto: Was ist wichtig – der Bohrer, das Loch in der Wand oder dass das Bild hängt?

Welchen digitalen Service nutzen Sie persönlich am liebsten und warum?
Merkens: Ich kann nicht behaupten, dass es einen besonderen digitalen Service gibt, den ich am liebsten benutze. Ich versuche nach dem oben beschriebenen Beispiel vorzugehen, und frage mich jeweils, was für die Situation am besten passt. Im Alltag nutze ich aber – neben dem persönlichen Gespräch – digitale Kanäle und Dienste bereits dort, wo sie unterstützen und sinnvoll sind.

Wer ist Ihr Vorbild als „Transformer / Digitalisierer“?
Merkens: Jeder ist mein Vorbild, der es geschafft hat, Trends und zukünftige Bedürfnisse frühzeitig zu identifizieren und den Mut und die Durchsetzungsfähigkeit gehabt hat, sein Geschäftsmodell hierauf konsequent auszurichten. Unser Anspruch ist es, ein führender Anbieter von smarten Finanzierungen, Softwareprodukten und digitalen Lösungen für die Immobilienbranche und angrenzende Industrien zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, greife ich gern jede erfolgreiche Strategie aus anderen Branchen auf und lerne von ihr.

Wie schätzen Sie IT-Risiken ein?
Merkens:
Zentral ist, dass wir eine hohe Sensibilität dafür entwickeln, dass Attacken nicht nur möglich sind, sondern in zunehmendem Maße stattfinden. Oft werden die Gefahren schlichtweg ausgeblendet.

Teil 1: Anders agieren

Teil 2: „PropTechs als Inspiratoren”

Teil 3: „Es geht um Verinnerlichung”

 

 

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