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Nie wieder Komfortzone

Treiber des Wandels zu sein ist Geschäftsmodell von Dell EMC und Credo von Doris Albiez. Die Deutschland-Chefin fordert Intelligenz, Dynamik und Führung.


Doris Albiez,
Deutschland-Chefin von Dell EMC (Foto: PR)

Erst die Übernahme vieler Wettbewerber durch Dell, dann 2016 die Fusion mit dem Speicherspezialisten EMC: Endlich kann das Unternehmen die gesamte Palette an Hard- und Software­lösungen anbieten. Deutschland-Chefin Doris Albiez sieht das Unternehmen als einen Treiber der digitalen Transformation.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Viele Unternehmer warnen vor den Gefahren unkontrollierter Künstlicher Intelligenz. Wie sehen Sie das?
Doris Albiez:
Wir leben in einer Ära rasanter Veränderungen. Innovationen erfolgen in immer kürzeren Zeitabständen. Ich glaube, die ständige Präsenz des Themas in den Medien trägt viel zur Angst bei. Doch ich sehe eine aufregende Zeit kommen. Es stimmt, im Vorteil ist, wer die meisten Daten besitzt und auswertet. Aber gleich von Gefahr zu sprechen, halte ich für nicht angemessen. Es muss ein intelligenter Datenschutz her.

Sind die Deutschen zu konservativ – vor allem mit Blick auf die digitale Transformation?
Albiez:
Ja, aber das hat auch Vorteile: Wir sind sehr nachhaltig. Das ist einer der Gründe für unseren starken Mittelstand. Den haben viele Länder versucht zu kopieren, was ihnen nicht gelungen ist. Zudem verhindert unsere Kultur das schnelle Aufspringen auf Trends. Wir lassen andere ausprobieren und Fehler begehen. 

Wie stellen Sie sich das Arbeiten im Jahr 2030 vor?
Albiez:
Es wird keine Kernarbeitszeit mehr geben. 80 Prozent der Arbeitnehmer werden dann Millennials sein – mit hohen Anforderungen an ihre Arbeitgeber. Ihnen geht es nicht nur um flexible Arbeitsbedingungen wie das Arbeiten im Homeoffice, sondern auch um Werte. Das wird noch ein wichtiges Thema für den Mittelstand werden. Außerdem dürfte es deutlich mehr IT-Jobs geben, weil die IT übergreifend mit allen anderen Branchen agiert.

Inwieweit müssen wir uns alle verändern, um mit der Zukunft Schritt halten zu können?
Albiez:
Wir Menschen ändern uns ständig, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Schauen Sie sich die Art und Weise an, wie wir uns informieren oder Reisen planen: Das war vor 15 Jahren noch unvorstellbar – heute ist es für uns selbstverständlich. Sogar die Ewiggestrigen nutzen heute alle permanent WhatsApp.

Müssen wir eine Nation von Ingenieuren und IT-Fachkräften werden? Wenn ja, wie soll dieser Wandel im Arbeitsmarkt gelingen?
Albiez:
Wir müssen heute schon die Schulkinder auf künftige Aufgaben vorbereiten und zudem entsprechende Studieninhalte anbieten. Ich arbeite deshalb mit der Goethe-Universität in Frankfurt zusammen, um zukunftsgerichtete Studiengänge zu entwickeln.

Teil 1: Nie wieder Komfortzone

Teil 2: „Alte Managementstrukturen sind megaout”

Teil 3: „Viel zu wenig von uns!”

 

 

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