Die Welt retten

Nichts weniger als das Potenzial, die großen globalen Probleme zu lösen – das attestiert Christian Lamprechter, Geschäftsführer von Intel Deutschland, der Künstlichen Intelligenz (KI).


Christian Lamprechter, CEO Intel Deutschland (Foto: PR)

Prägend – Intel zählt zu den Unternehmen, die dem Silicon Valley einst zu seinem Namen verhalfen: „Silizium-Tal“. Bis heute ist das Valley ein Zentrum der globalen Halbleiterindustrie. Christian Lamprechter, Geschäftsführer von Intel Deutschland, im Gespräch über neue Geschäftsfelder für die Hardware-Industrie und seine Vision der Macht der Künstlichen Intelligenz (KI).

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Welche Herausforderungen birgt die Digitalisierung für Ihr Haus?
Christian Lamprechter:
In der Essenz sind wir ein höchst digitales Unternehmen. Wir bauen täglich Transistoren, die nur zwei Zustände kennen – Null und Eins. Aber auch für uns bedeutet die digitale Transformation enorme Herausforderungen. Weil die Kunden heute mehr benötigen als Prozessoren für Rechner, müssen wir unser Stammgeschäft mit Notebooks und Desktop-PCs weiterentwickeln. In den letzten Jahren haben sich verschiedene Branchen dem Thema der Digitalisierung unterschiedlich angenähert. Nehmen wir den stationären Einzelhandel, der sehr stark vom Online-Handel attackiert wurde und wird. Traditionelle Einzelhändler haben versucht, eine Antwort auf diese Attacke zu finden. Die meisten entschieden sich für einen Omni-Channel-Ansatz. Aber ich glaube, das grundsätzliche Problem lag darin, wie man als Händler auf den Endkunden eingeht. Wie kann ich den Endkunden an mich binden? Einige Kunden haben bisher die Möglichkeiten, Kunden genauer zu identifizieren noch nicht voll ausgeschöpft. Große E-Commerce-Unternehmen wie Amazon hingegen wissen fast alles über Kunden.

Zweitens sehe ich die Gesetzgebung vor mehreren Herausforderungen. Für Deutschland ist dies speziell das Thema Infrastruktur. Wir reden seit Jahren über das Thema Breitband. Interessant ist auch, was wir hierzulande darunter verstehen. Während wir von 50- bis 100 Mbit-Verbindungen sprechen, reden andere Länder über Gigabit. Die digitale Transformation stellt massive Herausforderungen an die Infrastruktur. Ein Auto, das neunzig Minuten autonom fährt, generiert rund vier Terabyte an Daten. Der durchschnittliche Erdenbürger wird im Jahr 2020 circa 1,5 Gigabyte an Daten generieren. Ein einzelnes Auto übertrifft dies also um den Faktor 3000. Wir diskutieren, ob es auf der Autobahn Geschwindigkeitsbegrenzungen geben sollte, und auf der Datenautobahn fahren wir Tempo 30. Diese Herausforderung wird die Politik nur mithilfe der Industrie begegnen können.

Außerdem irritiert es mich, dass wir in Deutschland immer noch diskutieren, ob der Umgang mit Informationstechnologie Teil der Bildung sein soll, oder nicht. Es gibt Leute die meinen, Computer würden Kinder in die vollkommen falsche Gedankenwelt leiten. Aber Computer werden zunehmend eingesetzt, um große Probleme zu lösen. Wenn wir die Kinder nicht daran gewöhnen, den Computer zu nutzen, und damit Probleme zu lösen, werden sie mit 18 oder 20 Jahren auf der Universität auch nicht mehr das aufholen, was in anderen Ländern in der Grundschule beginnt.

Teil 1: Die Welt retten

Teil 2: Die Ökonomie der Cloud

Teil 3: Augmented Reality kommt definitiv

Teil 4: „Der Herzschlag unseres Unternehmens”

 

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