Teil 2: „An der Schnittstelle zwischen Studium und Beruf”

Inwieweit bringen deutsche Hochschulen in ausreichendem Maß Top-Nachwuchskräfte hervor, die eine Transformation von Unternehmen vorantreiben oder über Start-ups digitale Impulse setzen können?
Friege: Ich sehe bei den deutschen Hochschulen hinreichend Potenzial, ausreichend Top-Nachwuchskräfte für die Wirtschaft hervorzubringen. Die besten Impulse entstehen allerdings, wenn an der Schnittstelle zwischen Studium und Beruf schon früh gearbeitet wird. Damit meine ich eine enge Verzahnung der Hochschulen mit Unternehmen, sei es durch Praktika, Zusammenarbeit bei IT-Entwicklungen, gemeinsame Forschungsprojekte oder andere Beteiligungen mit engem Austausch.

Welche digitale Innovation wird Ihr Unternehmen am stärksten verändern?
Friege: Der Übergang von der Analog- zur Digitalfotografie hat CEWE umfassend verändert. Und mit dem Smartphone steht die nächste digitale Umwälzung schon in der Tür. Das Smartphone ersetzt heute viele klassische Digitalkameras. Die Qualität der meisten in Smartphones integrierten Kameras ist schon mehr als ausreichend für Bilder der Größe 20 mal 30 Zentimeter und damit auch für das CEWE FOTOBUCH. Diese Innovation verändert das Fotografieren von Bildern durch die Kunden und auch das Bestellen und Surfen im Netz in Bezug auf Fotoprodukte. Also nutzen wir bei CEWE auch wieder diesen Trend, um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Welches Digitalprojekt schieben Sie persönlich an?
Friege:
Wir wollen aus „unpersönlichen“ Bilddaten emotionale machen, also das Erzählen von tollen Geschichten etwa mit dem CEWE Fotobuch. Mein wichtigstes Thema ist dabei, die erfolgreiche Transformation vom analogen Film zur Digitalfotografie in die Smartphone-Mobilität fortzuführen.

MEIN TIPP: Ich halte mich in vielen Führungsfragen an den Spruch „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder“. Als Chorsänger habe ich gelernt, dass viele Dinge nur funktionieren, wenn man im Team zusammenarbeitet und es einen Dirigenten gibt, der die Leistungen verschiedener Persönlichkeiten mit dem nötigen Gespür zu einem großen Ganzen führt.

Wie können IT-Risiken wie Hackerangriffe in einer digitalisierten Gesellschaft abgewehrt werden?
Friege:
Die Politik in Deutschland möchte, dass die Kunden beim Surfen und Bestellen im Netz so sicher wie möglich sind. Daher muss viel Aufwand in die Infrastruktur gesteckt werden. Auch die Systemadministration wird immer komplexer, um vor Attacken möglichst sicher zu sein. Bei intelligenten Monitorsystemen, die Prävention und rechtzeitige Alarme ermöglichen, kann sich die deutsche Software-Industrie noch erfolgreich einsetzen, zumal dies auch für Industrie 4.0 hoch relevant ist.

Teil 1: Digital sein allein reicht nicht aus

Teil 2: „An der Schnittstelle zischen Studium und Beruf”

Teil 3: „Werteorientiert demokratisch”

 

 

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