Vertrauen ist die härteste Währung

Teil 2: Lösungen zur Identitätsprüfung

Kennzahlen Schufa 2018

MEIN CREDO: Vertrauen war stets die Basis erfolgreicher Geschäfte. Doch gerade wenn die persönliche Begegnung durch digitale Prozesse ersetzt wird, bedeutet es einen zentralen Wert. Wir schaffen dieses Vertrauen.

Welche digitalen Wachstumsmärkte sehen Sie?

Freytag: Über das B2B-Geschaft hinaus erschließen wir uns gerade große Potenziale im Versicherungsbereich und im Handel, vor allem im E-Commerce. Zu unseren Angeboten zählen neben der Bonitätsprüfung auch Produkte zur Identifizierung einer Person – inklusive Altersprüfung im Rahmen des Jugendschutzes. Stark wachsen wird auch das Thema Betrugserkennung und Prävention. Hier sind wir bereits mit unterschiedlichen Angeboten am Markt. Der Schufa-FraudPool für Banken beispielsweise hat sich erfolgreich etabliert und belegt seinen Nutzen. In unserem Innovation Lab arbeiten wir aktuell an modernen Lösungen für weitere Marktsegmente. Wir verstehen uns als Lösungsanbieter für unsere Kunden und entwickeln Produkte bedarfsgerecht mit ihnen gemeinsam.

Was tun Sie für Unternehmenskunden im Bereich der Betrugsprävention?

Freytag: Das Phänomen Betrug ist nicht neu. In der heutigen digitalisierten Welt kommen jedoch neue Formen von Betrug auf, die durch die Anonymität und Distanz gerade im E-Commerce begünstigt werden. Wir bieten bereits Lösungen zur Altersverifikation, Identitätsprüfung. Letztlich ist auch die Bonitätsinformation eine Form des Betrugsschutzes. Gerade im E-Commerce ist neben dem Identitätsbetrug der sogenannte Eingehungsbetrug ein großes Problem. Dabei bestellen Personen Waren mit dem festen Vorsatz, diese nicht zu bezahlen – weil sie nicht wollen oder nicht können. Seit 2014 haben wir für die Betrugsprävention im Bankenbereich den SCHUFA Fraud-Pool eingerichtet. Derzeit sind derzeit 55 Banken angeschlossen, die Betrugsverdachtsfälle in den Pool einmelden. Dies wird dann den teilnehmenden Kreditinstituten mitgeteilt. So kann einerseits geprüft werden, ob ein anfragender Kunde bereits bei einer anderen Bank mit betrügerischem Verhalten aufgefallen ist, oder ob ein bei einem Institut bisher nicht auffälliger Kunde bei einem anderen Institut versucht hat, zu betrügen. Das ist wichtig, denn Betrüger halten parallel oft auch unauffällige Konten, mit denen sie positive Bonitäten aufbauen. Der Nutzen liegt auf der Hand: Wenn an einer Stelle Betrug erkannt wird, werden alle Mitglieder der Gemeinschaft informiert und gewarnt. Ein Frühwarnsystem und Beleg für das SCHUFA-Prinzip der Gemeinschaft auf Gegenseitigkeit. Doch auch der private Verbraucher profitiert: Denn Schäden zahlt am Ende der ehrliche Kunde durch die eingepreisten Risikozuschläge. Wir arbeiten auch an Lösungen für weitere Wirtschaftszweige. Die Herausforderungen sind jeweils unterschiedlich. Wir bieten Know-how sowohl in Bezug auf datenschutzrechtliche Fragestellungen als auch Kompetenz bei der technischen Realisierung.

Teil 1: Vollautomatisierung bei Kreditanfragen

Teil 2: Lösungen zur Identitätsprüfung

Teil 3: Kooperation von Mensch und Maschine

Teil 4: Change und Risiko Management

Teil 5: Das Image der Schufa

 

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