Teil 2: „Strahlkraft über Deutschland hinaus"

Unternehmenskenzahlen von Bosch 2017

Welche Zukunft sehen Sie angesichts der jüngsten Diskussionen für den Verbrennungsmotor?

Bolle: Der Verkehr in den großen Städten dieser Welt muss emissionsfrei, unfallfrei und möglichst stressfrei werden. Dazu müssen zwei Entwicklungsstränge parallel laufen. Sowohl die Elektromobilität als auch der Verbrennungsmotor sind Teil der Lösung. Wir arbeiten deshalb daran, sowohl den Diesel- als auch den Benzinmotor unter dieser Zielstellung zu optimieren.

Am Forschungscampus Renningen bringen Sie die Bereiche Produktentwicklung und Forschung zusammen. Mit welchem Effekt?

Bolle: Treiber der Campus-Idee war, hier interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Dieser enge Austausch zwischen Experten unterschiedlicher Disziplinen lässt Innovationen entstehen. Auch die Zusammenarbeit zwischen der Forschung und den Geschäftsbereichen haben wir intensiviert. Ergebnisse unserer Forscher fließen direkt und damit schneller in die Produktentwicklung ein. Das verkürzt die Zeit bis zur Markteinführung des Produktes, die Serienentwicklung läuft schneller an. Wir forschen an den wichtigen Zukunftsfragen wie Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Robotik und Vernetzung. Damit haben wir eine Strahlkraft auch über Deutschland hinaus. Das hilft uns im Wettbewerb um die besten Köpfe, der bei den genannten Themen in vollem Gange ist.

Inwieweit ist der Forschungscampus zentraler Impulsgeber bei Bosch?

Bolle: Renningen ist der Knotenpunkt unseres globalen Forschungsnetzwerkes. Unsere Forschungsstandorte überall auf der Welt sind für uns wichtige Antennen nach außen. Das heißt, wir vernetzen uns innerhalb von Bosch mit unseren Forschungsstandorten in Palo Alto, Pittsburgh, Boston, Schanghai, Tokio oder auch Tel Aviv – dort, wo technologisch die Musik am lautesten spielt.

Am Ende der Blick in die Zukunft: Welche Technologien bergen in absehbarer Zeit das größte revolutionäre Potenzial?

Bolle: Aus unserer Sicht maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz. KI ist gerade für mich als Forscher hochinteressant, weil es eine Schlüsseltechnologie ist, die in nahezu alle Bosch-Geschäftsfelder Einzug halten wird. Ich setze große Hoffnungen in diese Technologie. Mit KI werden wir das Leben der Menschen komfortabler und sicherer machen. Auch aus diesem Grund haben wir 2017 das Bosch Center for Artificial Intelligence gegründet, wo aktuell 100 Experten forschen. Und zwar unter der Prämisse, dass KI die Fähigkeiten des Menschen erweitern wird und die Technologie robust, sicher und erklärbar sein muss.

Teil 1: „Keine Kompromisse”

Teil 2: „Strahlkraft über Deutschland hinaus

 

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