Der Disruptor

Stahlhandel Klöckner & Co: Digitalisierung als Chance

Klöckner & Co Unternehmensdaten

Ihr hauseigenes Start-up kloeckner.i und die Venture-Gesellschaft kloeckner.v sollen neue digitale Impulse bringen. Verraten Sie uns mehr.

Rühl: Die Keimzelle unserer neuen digitalen Kultur ist kloeckner.i. Wir pflegen eine offene, direkte Kommunikation, haben durchlässige Hierarchien und stellen uns immer wieder der Herausforderung, den Kunden nicht nur verbal in den Mittelpunkt zu stellen. Heute bestehen Projektteams stets aus Mitarbeitern von kloeckner.i und Vertriebsmitarbeitern von Klöckner & Co.

Mit unserem Venture-Capital-Arm kloeckner.v investieren wir in interessante Unternehmen, die schon heute für unser Geschäft wichtig sind oder perspektivisch wichtig werden könnten. Dazu zählt der 3-D-Druck-Spezialist BigRep, bei dem BASF Anfang des Jahres ebenfalls einstieg.

Wie nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit auf den Weg in die Zukunft und fördern deren Innovationsgeist?

Rühl: Für uns sind drei Aspekte wichtig: kontinuier­liches Lernen, der Umgang mit Herausforde­rungen und eine gesunde Fehlerkultur. Mit der digitalen Transformation verändern sich die Anforderungen an die Mitarbeiter. Daher bieten wir ihnen Schulungen an, die sie zeitlich unbegrenzt in der Arbeitszeit nutzen können. Gleichzeitig erwarten wir, dass unsere Mitarbeiter die Bereitschaft zum Lernen mitbringen. Voraussetzung dafür ist, dass die Digitalisierung nicht als Gefahr verstanden wird, sondern als Chance für jeden Einzelnen und für das Unternehmen. Wir können und wollen die digitale Zukunft nicht aufhalten.

Daher muss uns ­daran gelegen sein, sie zu gestalten. Da wir alle nicht wissen, was kommt, und nicht immer alles rundläuft, wird uns bei der Gestaltung der Zukunft weiterhin der ein oder andere Fehler unterlaufen. Das ist auch gut so. Innovationen sind ohne Fehler nicht möglich. Wir machen es allerdings zur Pflicht, aus den Fehlern zu lernen.

Laut Future Today ­Institute treibt China die digitale Transformation der Wirtschaft derzeit besonders voran. Wo steht Deutschland im Vergleich?

Rühl: Auch wenn die chinesische Zentralregierung völlig andere Durchgriffsmöglichkeiten hat, wäre in Deutschland konsequenteres Handeln dringend erforderlich, wie die Einführung der 5G-Technologie zeigt. China hat im 13. Fünfjahresplan festgelegt, Anwendungen für 5G zu entwickeln und den Netzausbau in wichtigen Regionen voranzutreiben. Dafür will die Regierung rund 400 Milliarden US-Dollar bereitstellen.Seit 2015 sind etwa 24 Milliarden US-Dollar in den Netzausbau und in Forschung geflossen.

In Deutschland hingegen beginnt im kommenden Jahr die Versteigerung der 5G-Frequenzen – und erst danach startet der Ausbau, der wie bei der 4G-Technologie sicher wieder einige Jahre dauern wird. Betrachtet man also die 5G-Technologie als Rückgrat der Transformation, haben die Chinesen bereits einen großen Vorsprung und werden diesen weiter ausbauen.

MEIN MOTTO: Wer stehen bleibt, verliert. Geschwindigkeit ist der Erfolgsfaktor im digitalen Zeitalter. Deshalb sind für mich genau die Aspekte relevant, die wir zunehmend leben: Neugierde, Mut, Neues auszuprobieren, aus Fehlern lernen und Entscheidungen schnell treffen.

Teil 1: Digitale Transformation im Stahlhandel

Teil 2: Stahlhandel Klöckner & Co: Digitalisierung als Chance

 

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