Teil 3: „Mobil und bargeldlos buchbar”

Center Parcs, Kennzahlen 2016

Inwieweit drückt sich Nachhaltigkeit auch intern aus?

Daemen: Der Ansatz spiegelt sich bei uns auch auf der Mitarbeiter- und auf der sozialen Ebene wider. Für uns als Arbeitgeber beispielsweise bedeutet das, sich als familienfreundliches Unternehmen zu positionieren – und dies für die Arbeitnehmer auch zertifizieren zu lassen. Zudem setzen wir auf Diversität. Knapp acht Prozent der personellen Belegschaft sind Auszubildende. Neben Festangestellten beschäftigen wir auch Aushilfen in den Hochsaisonphasen. Pro Park sind es insgesamt zwischen 300 und 900 Mitarbeiter. Es geht aber auch darum, sich an sozialen Projekten zu beteiligen. So organisieren wir zum Beispiel eine Kids Climate Conference, ohne die Marke Center Parcs in den Vordergrund zu stellen. Wir agieren hier lediglich als guter Gastgeber, der ein Wochenende zu diesem Thema organisiert, Leistungen und Fazilitäten stellt. So bringen wir 150 Kinder in einem unserer Parks im Rahmen von Workshops mit NGOs wie WWF, Unicef oder der deutschen Klimastiftung zusammen.

Wie hat sich Ihre Branche durch die Digitalisierung verändert, und wie wird sie es weiter tun?

Daemen: Die zentrale Veränderung liegt im Vertrieb. Das ist nicht neu, doch die Entwicklung geht weiter. Wir geben dem Thema eine hohe Priorität – wie jeder Player am Markt anfangs natürlich auch gezwungenermaßen – aber sehen uns schon seit Jahren sehr gut aufgestellt. Das gilt vor allem im Direktvertrieb und macht uns weniger abhängig von Reiseportalen. Gerade in Deutschland braucht es eine hohe Diversifizierung des Vertriebsnetzes. 61 Prozent der Buchungen laufen online über die eigene Schiene. Daneben wird auch die Digitalisierung der Mitarbeiterkommunikation immer wichtiger. Heute arbeiten etwa immer mehr in Homeoffices. Um mit diesen und allen anderen zu kommunizieren, habe ich die Entwicklung der „App at Work“ für mobile Geräte mit initiiert. Ob Kommunikation im Park selbst, News aus den Abteilungen, neue Kollegen, Best Practises oder Trainingsmodule: Über alles wird dort informiert. Via Chatfunktion lassen sich vertiefende Tipps vom Trainer einholen. Auch mit unseren Gästen kommunizieren wir zunehmend digital. Mit der „App Planet Center Parcs“ können vom Bungalow aus Restauranttisch oder Bowlingbahn reserviert werden. In den nächsten zwei, drei Jahren sollen alle Aktivitäten und Fazilitäten mobil und bargeldlos buchbar sein.

Wie nehmen Sie ihre Mitarbeiter mit in Richtung digitaler Wandel?

Daemen: Wir haben ein eigenes Trainingscenter für Mitarbeiter, um mit ihnen tiefer in den digitalen Prozess einzusteigen. Aber es bleibt sicher immer eine Herausforderung, alle Kolleginnen und Kollegen auf diesem Weg mitzunehmen. Die ganz natürliche Fluktuation kommt jedem Unternehmen hier entgegen. Wenn es um Nachrücker für vakante Positionen geht, stellen wir Digital Natives ein. Und mit diesen kommunizieren wir dann beispielsweise von Beginn an über die App at Work, an deren Entwicklung ich übrigens selbst aktiv beteiligt gewesen bin. Es geht also um beides: Mit neuen Mitarbeitern den digitalen Weg zu beschreiten und etablierte Mitarbeiter mitzunehmen.

Teil 1: „Unersetzbar Menschen”

Teil 2: „Echte edukative Erlebnisse”

Teil 3: „Mobil und bargeldlos buchbar”

Teil 4: „Erlebnisse, die Robotertechnik nicht bieten kann”

 

 

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