„Der Genuss bleibt!“

Nestlé befindet sich auf einer digitalen Reise. Ziele sind, im Zuge der Transformation zusätzliche Services anzubieten und gleichzeitig die eigene Mannschaft zu stärken, verrät Vorstand Béatrice Guillaume-Grabisch.

Deutschland-Chefin von Nestle Beatrice Guillaume-Grabisch über die Zukunft der Ernährung
Béatrice Guillaume-Grabisch,
Vorstandsvorsitzende von Nestlé Deutschland (Foto: PR)

Die Digital Enterprise Transformation Journey, auf die sich Nestlé begeben hat, ist noch lange nicht zu Ende. Chefin Beatrice Guillaume-Grabisch geht es um mehr als gesündere Nahrungsmittel zu entwickeln: Der Konzern soll zum Dienstleister werden.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Inwiefern trägt die Digitalisierung dazu bei, dass Konzerne wie Nestlé bessere Nahrungsmittel anbieten können?

Béatrice Guillaume-Grabisch: Wir wollen die Lebensqualität verbessern und die Ernährungskompetenz steigern. Dafür müssen wir die Verbraucherbedürfnisse verstehen, was dank Digitalisierung leichter geworden ist. Beim Essen geht es oft um das „Was“, aber genauso wichtig sind das „Wann“, das „Wie“ und das „Mit wem“. Die Daten helfen uns dabei. So können wir optimierte Produkte entwickeln und anbieten und zu einem gesünderen Leben beitragen.

Können Sie dafür ein Beispiel nennen?

Guillaume-Grabisch: Nehmen Sie die verschiedenen Momente eines Tages vom Frühstück über den Vormittag zum Mittag, die Nachmittagspause, Abend und Nacht. Das sind ganz unterschiedliche Momente, zu denen wir unterschiedliche Bedürfnisse haben ...

... die nicht zwingend immer gesund sind, etwa am Nachmittag die Lust auf ein Stück Sahnetorte ...

Guillaume-Grabisch: ... aber die Sahnetorte als solche kann integriert werden in das, was ich über den gesamten Tag esse. Das ist eine Frage der guten Balance. Es kommt darauf an, was ich esse und wieviel ich mich bewege – außerdem muss ich auch zu bestimmten Zeiten Energie auftanken, zum Beispiel am Morgen, um fit für den Tag zu sein. Dazu gehört auch das Bedürfnis nach Kaffee. Was bei den unterschiedlichen Bedürfnissen ebenfalls eine Rolle spielt ist, wo man das Essen oder Getränk kauft. Hier gibt es beispielsweise verschiedene Kanäle zum E-Commerce. Und es spielt eine Rolle, woher ich meine Informationen beziehe. Wir wissen, dass viele Verbraucher auf unterschiedlichen Plattformen nach Angeboten suchen, bevor sie ein bestimmtes Produkt im Laden kaufen. In einigen Läden haben Sie zusätzlich digitale Angebote, die den Verbraucher unterstützen. Sie sehen, es ist viel komplexer als nur die Frage, was der Verbraucher isst.

Gibt sich Nestlé hier einen erzieherischen Auftrag?

Guillaume-Grabisch: Wir wollen mit unserer umfassenden Produktpalette die Verbraucher unterstützen. Trotzdem bleibt die Dimension Genuss wichtig – das sage ich als Französin mit einem Augenzwinkern. Dazu gehören auch neue Services: Wir haben im vergangenen Jahr unser digitales Maggi Kochstudio eröffnet und den Maggi Chatbot KIM gestartet. Die Verbraucher werden so bei der Rezeptsuche unterstützt und können fragen: „Maggi, was kann ich mit Zucchini und Reis kochen?“ und erhalten dann individuell abgestimmte Vorschläge.

Teil 1: „Der Genuss bleibt“

Teil 2: „Dank Digitalisierung mehr Leute gleichzeitig unterstützen”

Teil 3: „Eine Organisation, die fit für die Zukunft ist”

Teil 4: Inklusivität statt Diversity

 

 

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