Keine falsche Bewegung

Society 5.0 – die komplett vernetzte Gesellschaft

Kinexon Unternehmensdaten

Und wie profitiert der Sport von Ihrer Technik?

Hüttenbrink: Die Analysen helfen Trainern, spieltaktische Entscheidungen zu treffen. Wir kooperieren etwa mit 13 Teams der US-Basketballliga NBA. Auch Kunden aus der Fußballbundesliga nutzen die Sensoren und unsere Analysesoftware während des Trainings und bei Spielen. Seit diesem Jahr erheben wir zudem spannende Daten in der Volleyball-Bundesliga und bereiten sie grafisch auf. Ähnlich wie im Herbst 2017 beim Regionalligaspiel zwischen dem TSV 1860 München und FC Bayern München II. Da hatten wir Sensoren im Ball und den Trikots installiert. Die Daten wurden live im TV eingespielt. Unsere Technologie macht so auch kleinere Sportarten für ein immer „digitaleres“ Publikum attraktiver.

Experten schätzen, dass durch Industrie-4.0-Anwendungen mittelfristig sieben Millionen Jobs in den Industrieländern wegfallen. Steht das nicht im Widerspruch zu den Chancen, die mit Industrie 4.0 einhergehen?

Hüttenbrink: Die Wechselwirkung von technologischem Fortschritt und Beschäftigung ist ein Thema, das seit vielen Jahrzehnten diskutiert wird. Dass sich beides nicht gegenseitig ausschließt, sieht man am Standort Deutschland. Wir haben in der Vergangenheit konsequent in Fortschritt und Digitalisierung investiert. Gleichzeitig sind die Arbeitslosenzahlen aktuell auf einem äußerst niedrigen Stand. Daran erkennt man, dass das kontinuierliche Investment in Technologie und Automatisierung nicht zwangsläufig zu weniger Beschäftigung führt. Allerdings werden sich die Qualifikationsprofile der Arbeitnehmer in der Industrie sicherlich verändern, so wie es in der Vergangenheit auch der Fall gewesen ist. Grundsätzlich ist es für Unternehmen und ihre Mitarbeiter wichtig, die Produktion und Logistik effizienter zu gestalten. Dies ermöglicht es, die inzwischen globale Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Das ist eine Chance, die man nicht verpassen sollte.

Laut Japans Premierminister Shinzo Abe stehen wir am Anfang des fünften Zeitalters der Menschheitsgeschichte. Er spricht von der „Society 5.0“, der komplett vernetzten Gesellschaft. Teilen Sie die Vision?

Hüttenbrink: Die zunehmende Vernetzung der Gesellschaft ist ein Fakt, der nicht von der Hand zu weisen ist. Bei all den Vorteilen, die daraus erwachsen, zeigen jüngste Ereignisse wie die Datenpannen rund um Facebook, welchen Herausforderungen wir im Hinblick auf den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit der Vernetzung und den dabei gesammelten Daten gegenüberstehen.

Teil 1: Der Einsatz von Sensoren in der Industrie 4.0

Teil 2: Society 5.0 – die komplett vernetzte Gesellschaft

 

 

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