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Teil 3: „Trends früh im Blick behalten“

Ausblick 2020: Welche Chancen und Risiken erwarten Sie für Ihre Branche? Glauben Sie, dass ein Angreifer mit einem disruptiven Geschäftsmodell Ihre Branche durcheinander wirbeln wird?

Nedder: Diese Frage lässt sich unmöglich seriös beantworten. Wir als global agierendes Unternehmen mit einer sehr, sehr guten Marktposition sind gut beraten, Trends früh im Blick zu behalten und dann für uns zu interpretieren. Nur so können wir flexibel sein und an der Spitze bleiben.

War for (digital) talents: Was tun Sie, um die besten Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu rekrutieren?

Nedder: Team-Player, die es lieben in einem internationalen Umfeld zu arbeiten, sind bei uns genau richtig. Bei uns gibt es unzählige Möglichkeiten, sich zu entfalten. Und diese Optionen wollen wir weiter ausbauen. Aus dem Marketing heraus im Vertrieb den nächsten Karriere-Schritt zu gehen oder von Sony Deutschland aus zu PlayStation, Sony Pictures, Sony Mobile oder sogar ins Ausland zu wechseln: Wir von Sony haben eine offene Kultur und fördern die Ideen und Visionen unserer Mitarbeiter. Das vermitteln wir auch denjenigen, die sich für unsere Produkte oder unser Unternehmen interessieren.

Welche Innovation beeindruckt Sie persönlich bis heute am meisten?

Nedder: Als studierter Diplomingenieur der Elektrotechnik hatte ich schon immer ein Faible für alles, was man mit elektrischer Energie machen kann. Die Produkte von Sony faszinierten mich von Anfang an. Am Ende ist es aber die Erfindung des PC generell, die mein Leben nachhaltig geprägt hat.

Wie bleiben Sie fit für die Aufgaben der Zukunft?

Nedder: Ich laufe gern und viel, um den Kopf freizubekommen und den Blick immer wieder aufs Wesentliche zu richten. Auch Reisen ist meine Leidenschaft. Neue Länder und Kulturen entdecken ist für mich eine nie versiegende Inspirationsquelle.

Welche Eigenschaft ist die wichtigste, um sich Herausforderungen stellen zu können?

Nedder: Das Interesse an Innovation und die Neugier auf Neues. Jeder sollte offen für Veränderungen sein und sie aktiv gestalten. Wenn man dann noch besonnen und überlegt handelt, hat man alles richtig gemacht.

Wie hat der Wandel um Sie herum auch sie persönlich verändert?

Nedder: Als ich anfing zu arbeiten, gab es weder Mobiltelefone noch Internet. Es gab nicht einmal Fax. Wir verschickten ein Telex und zur Orientierung hatten wir auf Reisen eine Landkarte dabei. Jeder Innovationsschritt war spannend und hat uns bei unserer Arbeit geholfen, sie schneller und vor allem besser zu erledigen. Auch privat genieße ich die technischen Möglichkeiten.

MEIN MOTTO:
 Es klingt banal, aber für mich ist es so: Das Leben ist schön – und das Glas ist immer halbvoll.

Teil 1: Neue Wege denken

Teil 2: „Ungenutzte Potenziale identifizieren und nutzen“

Teil 3: „Trends früh im Blick behalten“

 

 

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