Hamburg, 19.05.2017

Teil 3: Schwarmintelligenz nutzen

Stand der Angaben: 31. Dezember 2016 * TripAdvisor Log-Files Q3/2016

Verraten Sie uns Ihre Vision für die Zukunft? 
Kaufer:
Es mag Menschen geben, die sich in einer neuen Stadt ohne festen Plan treiben lassen. Ich hingegen möchte mein Smartphone befragen und informative Antworten erhalten. Was gibt es um mich herum zu entdecken? Wo bin ich gerade? Welche Restaurants sind in meiner Nähe, die sich für Kinder eignen? Die Technologien dafür sind bereits vorhanden. Aber kein Unternehmen bietet bisher eine zeitgemäße Webseite in Hosentaschenformat mit Ratschlägen und Tipps von Freunden oder Experten zum jeweiligen Urlaubsort an. Genau das wollen wir zukünftig anbieten.

Welche Auswirkungen hat die fortlaufende Digitalisierung auf Sie?
Kaufer:
Wir sehen eine beachtliche Veränderung. Vor 16 Jahren haben sich die Menschen bei Reisen ausschließlich auf die Vorschläge von Reisebüros oder Reiseführern verlassen. Basierend auf nur einer Meinung, die vielleicht sogar veraltet war, hatte man kaum die Chance, einen Eindruck zu bekommen, was einen am Reiseziel tatsächlich erwartet. Dann kam ein Unternehmen wie TripAdvisor, mit vielen unabhängigen Informationen und Fotos, bereitgestellt von Millionen von anderen Reisenden. Im Zuge der Entwicklung, alles Mögliche online zu buchen, haben wir uns hin zur Ära ‚Wisdom of Crowds‘ und ‚Do-it-Yourself‘ entwickelt. Reisende sind heute viel besser informiert. Die Auswirkung, die TripAdvisor auf Reisende, aber auch auf das Gastgewerbe hatte und immer noch hat, erfüllt mich mit Stolz.

Haben Sie ein Lebensmotto?
Kaufer:
Einer unserer zentralen Werte heißt ‘Man lernt nie aus’, das ist mir sehr wichtig. Die meisten Menschen kennen mich als CEO und Mitbegründer von TripAdvisor, aber das war nicht immer so. Ein Studienprojekt an der Harvard University habe ich weiterentwickelt und daraus meine erste Firma „CenterLine Software“ gegründet, ein Unternehmen für Business Analytics. Das war ein aufregendes Abenteuer, aber wie bei vielen Start-Ups, ist es gescheitert. Ich habe aus der Niederlage viel mehr gelernt als aus Erfolgen. Das hat mich nachhaltig geprägt auch in Hinblick darauf, wie ich heute TripAdvisor leite – und das mit Erfolg.

Teil 1: Ein Stück voraus sein

Teil 2: Teil von etwas Großem sein

Teil 3: Schwarmintelligenz nutzen

 

 

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