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Bleib auf der Überholspur

Die Automobilhersteller müssen sich in rasantem Tempo neu erfinden. Opel-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann über Vernetzt-Sein und das Auto in der finalen Evolutionsstufe.

 

Connected Car: Von der Studie zur Realität – das komplett vernetzte selbstfahrende Auto
(Bild: Niklas Hughes)

Opel investiert in Wachstum. Es läuft die größte Produktoffensive in der Geschichte des Autobauers: Von 2016 bis 2020 bringen die Rüsselsheimer 29 neue Modelle auf den Markt. CEO Dr. Karl-Thomas Neumann erklärt im Interview, wie die Digitalisierung Fahrzeuge und Dienstleistungen von Opel verändert.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Welche Innovation wird unser Leben in den kommenden Jahren so nachhaltig verändern wie der Siegeszug der Smartphones?

Karl-Thomas Neumann: Die Sprache der Digitalisierung ist längst auch die Sprache der Automobilindustrie geworden. Das Vernetzt-Sein, also die Konnektivität, verändert die Art und Weise, wie wir kommunizieren, konsumieren, reisen. Das hat auch immense Auswirkungen auf die Automobilindustrie. Die Branche wird sich in den kommenden fünf Jahren stärker verändern als in den vergangenen fünf Jahrzehnten. Zum einen werden die zunehmend intelligenteren Assistenzsysteme eines Fahrzeugs zu einem Gesamtsystem vernetzt. Zum anderen vernetzt sich das Auto mit dem Fahrer, anderen Verkehrsteilnehmern und der Infrastruktur. Der Fahrer wird dadurch unterstützt, der Verkehr wird schneller und trotzdem sicherer und effizienter. „Umparken“ ist angesagt – was wir bei Opel mit innovativen Diensten wie unserem Online- und Service-Assistenten OnStar und unserer Carsharing-App CarUnity nachhaltig tun.

Was genau ist an diesen Diensten innovativ?

Neumann: OnStar verbindet auf Knopfdruck den Opel-Fahrer direkt mit einem Service-Mitarbeiter. Ganz egal, ob unser Kunde ein Hotel oder eine Werkstatt sucht – ihm wird geholfen. OnStar hat eine automatische Unfallhilfe, kann die Fahrzeugposition ermitteln und sofort Hilfe schicken, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist, sie zu rufen. Denn das System verfügt über Diagnose- und Remote-Funktionen per Smartphone. Außerdem dient OnStar als leistungsstarker WLAN-Hotspot. So wird der eigene Opel zum rollenden Internetcafé. Seit 1996 hat der Dienst mehr als eine Milliarde Kundenanfragen beantwortet. Bis Ende 2016 werden über den Dienst weltweit zwölf Millionen Fahrzeuge vernetzt sein.

Worin unterscheidet sich Ihre Carsharing-App von den Angeboten anderer? Stand Uber Pate?

Neumann: Die Menschen ändern ihr Nutzungsverhalten. Die Sharing Economy wird immer wichtiger. Nicht alle wollen heute noch ein Auto besitzen, einigen geht es eher ums Benutzen. Carsharing und Ridesharing werden daher immer wichtiger. Mit unserem innovativen Carsharing-Dienst CarUnity können Privatleute ihr Auto schnell und unkompliziert an andere Privatleute vermieten. Damit bieten wir als einziger Automobilhersteller Carsharing für jedermann an. Wir gehen einen anderen Weg, auf dem wir viel für die Zukunft lernen.

Teil 1: Bleib auf der Überholspur

Teil 2: „Wir sind heute viel flexibler und schneller“

Teil 3: „Wir Automobilhersteller müssen schneller und beweglicher werden“

 

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