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Impulse setzen

Henkel-CEO Hans Van Bylen über Pionierarbeit, völlig neue Geschäftsansätze und Denkanstöße.

 

 

Innovative Wege: Kreation und Vermarktung von Produkten verändern sich rasch (Bild: Niklas Hughes)

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Was tun Sie in Ihrem Unternehmen, um das Innovationsklima zu fördern?

Hans Van Bylen:
Wir sind davon überzeugt, dass durch unterschiedliche Ideen und Denkweisen bessere Ergebnisse erzielt werden und achten daher auf Vielfalt in unseren Teams. Wir sind zudem immer im engen Austausch mit unseren Kunden und Konsumenten, um die Entwicklung von Innovation zu fördern. Durch unseren „Open Innovation“-Ansatz, das heißt die gezielte Zusammenarbeit mit externen Partnern, ergänzen wir unsere Innovationskompetenz. Bei alledem hilft uns die Digitalisierung entscheidend: Wir können unsere Teams untereinander sowie mit Kunden und Partnern besser vernetzen und neue Trends früher erkennen.

Was gilt als die größte Innovation von Henkel?

Van Bylen:
Henkel wurde vor 140 Jahren gegründet und wir sind bis heute besonders stolz auf Persil, unsere erste große Erfindung. Seitdem hat sich diese Markenikone ständig weiterentwickelt. Persil ist mittlerweile in mehr als 60 Ländern erfolgreich und erzielt mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Die Pionierleistung von Fritz Henkel inspiriert uns noch heute, unseren Kunden mit innovativen Produkten einen Mehrwert zu bieten – sei es in unseren Konsumgüter- oder Industriegeschäften.

MEIN TIPP: Man kann nur erfolgreich sein, wenn man sich ständig hinterfragt, verändert und andere auf diesem Weg mitnimmt.

Hans Van Bylen: Der gebürtige Belgier ist seit 2005 Mitglied des Vorstands der Henkel AG& Co. KGaA. Im Mai 2016 wurde er zum Vorsitzenden des Vorstands berufen (Bild: PR)

Welche Herausforderungen wird uns die Digitalisierung in den kommenden Jahren bringen?

Van Bylen:
Die Veränderungen sind weitreichend, doch für mich überwiegen die Chancen. Die Digitalisierung eröffnet ungeahntes Potenzial für Innovationen, völlig neue Geschäftsansätze und neue Tätigkeitsfelder, die es bisher nicht gab. Das eröffnet viele Möglichkeiten. Wir sollten daher mit mehr Optimismus auf die Zukunft blicken.

Wie sehr wird sich Ihre Branche verändern?

Van Bylen:
Die Branchen, in denen wir tätig sind, werden sich sicherlich wesentlich verändern. Sei es in den Innovationsprozessen durch neue Technologien, in der Produktion durch die „Industrie 4.0” oder auch in der Vermarktung und im Vertrieb über digitale Plattformen. Darauf stellen wir uns ein. Die Chancen und Potenziale der Digitalisierung weiterhin gezielt auszuschöpfen, wird Teil unserer strategischen Prioritäten für die kommenden Jahre sein.

Wie halten Sie sich für den digitalen Wandel fit?

Van Bylen:
Ich suche so oft wie möglich den direkten Austausch in persönlichen Gesprächen: Mit unseren Mitarbeitern, mit unseren Kunden, Konsumenten und Verbrauchern, aber natürlich auch mit Experten aus Digitalunternehmen und Start-ups. Aus diesen Gesprächen ziehe ich neue Denkanstöße und Impulse für unsere Ausrichtung auf die digitale Zukunft.

 

 

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