Hamburg, 13.03.2017

Teil 3: Big Data mit Mehrwert

 

Welchen digitalen Fußabdruck wollen Sie setzen?

Mayr: Mein Ziel ist es, uns betreffende betriebswirtschaftliche Prozesse vollständig und medienbruchfrei zu digitalisieren. Höchste Priorität hat für mich deshalb die Weiterentwicklung von Cloud-Diensten und -Anwendungen. Nur wenn die Daten umfassend digital, zentral und in Echtzeit vorliegen, können wir sie mit Big-Data-Technologien so aufbereiten, dass sie unseren Mitgliedern einen deutlichen Mehrwert für ihre Beratungstätigkeit bringen.

Wie wichtig sind Wahrnehmung und Bedeutung Ihres Hauses und Ihrer Person in sozialen Netzwerken? Wie beeinflussen Sie die Meinungsbildung dort?

Mayr: Als Genossenschaft pflegen wir bereits mit unseren knapp 40.500 Mitgliedern einen sehr engen und direkten Kontakt. Dafür und für die Kommunikation mit allen anderen Zielgruppen und der Öffentlichkeit sind soziale Netzwerke natürlich sehr wichtige Kanäle. Im Zentrum stehen dabei unsere Blogs, die jeweils unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, wie unsere Mitglieder, mittelständische Unternehmen und potenzielle Mitarbeiter. Passend zu jedem Blog betreiben wir eine Facebook-Page für die jeweilige Zielgruppe. Auch bei Twitter sind wir mit mehreren Kanälen aktiv, um zielgruppengerecht Neuigkeiten und Themen aus dem Unternehmen in die Öffentlichkeit zu tragen. Darüber hinaus betreiben wir einen YouTube-Kanal und eine Gruppe bei XING. Alle Kanäle dienen dazu, mit den Nutzern im Dialog zu sein. Damit man miteinander redet – und nicht nur über uns. Ich persönlich bin übrigens intern in unserem Social Intranet sehr aktiv.

Welches digitale Start-up hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt und warum?

Mayr: Kennen Sie Preventicus? Das ist die erste medizinisch zugelassene App, die auf ganz einfache Weise Herzrhythmusstörungen erkennt und so der Prävention von Schlaganfällen dient. Ein interessanter first mover aus Thüringen, der einen Trend sehr frühzeitig erkannt umgesetzt hat.

Welchen digitalen Service nutzen Sie persönlich am liebsten und warum?

Mayr: Da ich viel unterwegs bin, nutze ich Messenger-Apps, um vor allem mit meiner Familie im engen Kontakt zu bleiben.

Gibt es Momente im Berufs- und im Privatleben, in denen Sie sich die Abwesenheit digitaler Geräte und Services wünschen?

Mayr: Solange die Geräte über einen Aus-Knopf verfügen, habe ich mit ihrer Anwesenheit kein Problem.

Wer ist Ihr Vorbild als „Transformer/Digitalisierer“?

Mayr: Mich beeindruckt wie sich gerade eine ganze Generation aufmacht, zu digitalen Transformatoren zu werden. Vor allem wie viele, auch noch sehr junge Menschen unvoreingenommen bereits in der Schule neue Dinge ausprobieren, die in Start Ups dann schnell zu revolutionären und erfolgreichen Geschäftsmodellen werden. Diese Menschen und diesen Gründergeist schätze ich besonders. Darunter entstehen natürlich auch Persönlichkeiten, die in ganz großen Dimensionen denken und wie Elon Musk sich trauen, alles Mögliche zu transformieren. Das nötigt mir großen Respekt ab.

Nach welchem Motto leben und agieren Sie

Mayr: Ein bei IT-Administratoren allseits bekanntes Motto lautet „Never touch a running system”. Ich halte das in Zeiten der digitalen, disruptiven Entwicklungen für überholt. Mein Motto lautet daher „better run a changing system“.

Teil 1: Big Data mit Mehrwert

Teil 2: Big Data mit Mehrwert

Teil 3: Big Data mit Mehrwert

 

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