Hamburg, 13.03.2017

Teil 2: "Programmieren als selbstverständliche Fähigkeit sehen"

Der promovierte Betriebswirt kam 2008 zu SAP. Seit Januar 2017 verantwortet Holz als Managing Director der SAP Deutschland SE & Co. KG das Geschäft hierzulande (Foto: PR)

Bringen deutsche Hochschulen Top-IT-Nachwuchskräfte in ausreichender Zahl hervor?

Holz: Ich sehe die Herausforderungen eher in der Schule. Informatik und Programmieren müssten stärker in den Unterricht eingebunden werden, als es bisher der Fall ist, damit Schüler diese als selbstverständliche Fähigkeiten sehen, die sie in der Welt von morgen genauso benötigen wie Lesen, Schreiben und Rechnen. SAP engagiert sich hier etwa im Projekt der Bildungsinitiative Wissensfabrik IT2School, das Schüler IT auf spielerische Weise entdecken lässt. Das wird sich dann auch in steigenden Studentenzahlen für die entsprechenden Fächer ausdrücken.

Welche digitale Innovation wird Ihr Unternehmen am stärksten verändern?

Holz: Nicht nur auf unser Unternehmen, sondern auf die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft werden vor allem Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen erhebliche Auswirkungen haben. Darüber hinaus sind entsprechende Aussagen immer wie ein Blick in die Kristallkugel. Rückblickend kann ich sagen, dass unsere In-Memory-Datenbank SAP HANA einen Meilenstein darstellt, der sich auf das gesamte Portfolio auswirkt. Und natürlich arbeiten wir weiter intensiv an Big Data, dem Internet der Dinge und neuen Technologien wie Blockchain. Was genau dabei den größten Impact für SAP haben wird, lässt sich vermutlich erst in der Rückschau definieren.

Welches sind die größten Widerstände gegen die Transformation in Ihrem Unternehmen?

Holz: Als Technologieunternehmen haben wir sicherlich mit weniger Widerständen oder Skepsis vor Transformation zu kämpfen, als andere. Wichtig ist, die Mitarbeiter im Dialog mit auf die Reise zu nehmen und auch hier zu sehen, dass sich niemand abgehängt fühlt.

Wie begegnet Ihr Unternehmen zweifelnden Mitarbeitern, um diese für die Digitalisierung zu befähigen und zu motivieren?

Holz: Wir versuchen, unsere Mitarbeiter durch entsprechende Schulungsangebote immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Auch flexible Arbeitszeitmodelle können ein offenes, innovationsfreundliches Klima unterstützen – und wir fördern einen intensiven Austausch innerhalb des Unternehmens. Darüber hinaus gibt es durchaus Unterschiede, die mit dem Alter beziehungsweise der Generation der jeweiligen Mitarbeiter zusammenhängen. Auch hier versuchen wir Ansätze zu finden, eventuelle 'Generation Gaps' zu überbrücken.

Teil 1: Sicher in die Zukunft

Teil 2: "Programmieren als selbstverständliche Fähigkeit sehen"

Teil 3: "Soziale Netzwerke keinesfalls unterschätzen"

Teil 4: "Persönliche Beziehungen haben stärkere Bedeutung als digitale Botschaften"

 

 

Das interessiert andere Leser

DUB-Unternehmensbörse

Bei der Deutschen Unternehmerbörse können Sie Verkaufsangebote und Kaufgesuche inserieren.
Jetzt nach Verkaufsangeboten für Unternehmen suchen!
Suchen
Jetzt Newsletter bestellen
DUB-Themennewsletter
monatlich & gratis
Was Unternehmer wissen müssen
DUB-Börsennewsletter
wöchentlich & gratis
Die neusten Angebote und Gesuche auf einen Blick
Das interessiert andere Leser
  • Franchise Expo 2019 in Frankfurt
    Franchise Expo 2019 – die erfolgreiche Messe geht in die zweite Runde

    Das Jahr 2019 hat gerade erst begonnen und die deutsche Franchisewirtschaft kann sich bereits jetzt auf die nächste Franchise Expo (FEX19) in Frankfurt freuen.

  • Immer mehr Senior-Inhaber suchen einen Nachfolger

    Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage bei der Unternehmensnachfolge geht weiter auseinander. Der Fachkräftemangel und das neue Erbschaftssteuerrecht hemmen Übernahmeinteressierte.

  • Qualität bei Dienstleistungskonzepten im Franchising
    Qualität bei Dienstleistungskonzepten im Franchising

    Qualitätsmanagement spielt in Unternehmen eine wichtige Rolle. Wie werden QM-Systemen im Franchise umgesetzt und wieso eignen sich Franchisekonzepte besonders gut um Qualität zu sichern? Mehr

  • Am abheben: der Franchise Klima Index verbreitet Optimismus
    Am abheben: der Franchise Klima Index verbreitet Optimismus

    Der Deutsche Franchiseverband hat vor einem halben Jahr zum ersten Mal die Stimmungslage am Franchisemarkt eruiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

  • Nachfolge im Franchise

    Als Franchisenehmer mit wenig Eigenkapital zum eigenen Unternehmen? Ein Beispiel aus Ravensburg zeigt, wie der Weg zur Gründung aussehen könnte.

  • Zurück an die Weltspitze

    Damit Deutschland erfolgreich bleibt, braucht es eine Kreativwende, fordern Martin Blach, Bernd Heusinger und Marcel Loko von der Hirschen Group.

  • Vom Hype zur Realität

    Führungskräfte müssen lernen zu differenzieren: Hype hin oder her – nicht alles, was Start-ups vorleben, ist unreflektiert zu übernehmen. Wo Sie abwägen sollten, sagt TK-Chef Dr. Jens Baas.

  • Profi-Sparring

    Wie ein neuer Chef eine Agentur repositioniert, während der Gründer noch an Bord ist. nachgehakt bei Jens Huwald, Wilde und Partner.

  • Ist mein Unternehmen zukünftsfähig?

    Gratis: DUB startet Deutschlands größte Unternehmer-Umfrage – zusammen mit KPMG und den Hochschulen in Paderborn und Regensburg. Am Schnelltest teilnehmen und sofort Auswertung erhalten!

  • Leasing-Spezial: Alles ist leasebar

    Längst bieten sich für Unternehmer Möglichkeiten, Innovationen und andere Investitionen mit Leasingpartnern zu realisieren. Experten und Vertreter evon Leasinggesellschaften erklären, welche ...

  • Standards im Systemmanagement

    Die Systemzentrale hat eine weitaus größere Rolle als nur die Lizenzen an Franchisenehmer zu vergeben. Wie ein Co-Manager hilft sie dabei, das Franchisesystem zu etablieren und erfolgreich zu führen.

  • Dauerbrenner Digitalisierung: Viel Potential für M&A-Deals in der IKT-Branche

    Geschäftsübernahmen und Firmenverkäufe, kurz M&A, in der IKT-Branche sind noch ausbaufähig. Begehrt sind KMU Unternehmen, die Digitalisierungsprofis sind.