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Offen austauschen

Auf ihrem Weg zum modernen Dienstleister nutzt die BARMER GEK die digitalen Chancen. Ihr Chef Christoph Straub erklärt, was er dabei von Auszubildenden lernt.

 

Operationsroboter: Zunehmende Automatisierung findet auch dort statt, wo der Mensch bislang unersetzlich schien (Bild: Niklas Hughes)

Die BARMER GEK ist die zweitgrößte deutsche Krankenkasse. Um ihre Wettbewerbsposition im Markt zu stärken, schließen sich BARMER GEK und Deutsche BKK zum 1. Januar 2017 zur BARMER zusammen. Die Kasse befindet sich in der Transformation zu einem Dienstleister, der alle digitalen Chancen nutzt.

DUB UNTERNEHMER-Magazin: Welche Innovation wird die Gesundheitsbranche in den kommenden Jahren am stärksten verändern?

Christoph Straub: Ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung den ersten Platz als Innovationsmotor in allen Bereichen der Gesellschaft ausbauen wird. Sie wird einhergehen mit einer zunehmenden Automatisierung dort, wo bis dato der Mensch unersetzlich erschien. Auch im Gesundheitswesen werden Automatisierung und Robotik weiter zunehmen. Präzisionsoperationen durch gesteuerte Roboter oder Roboter, die bei der Rehabilitation helfen, sind bereits heute Realität.

Alphabet/Google, Apple, Amazon, Facebook: Vergleichsweise junge, amerikanische IT-Unternehmen geben weltweit Takt und Ton an, sind an der Börse mehr wert als die DAX-Unternehmen zusammen. Warum schaffen wir es nicht, in diese Liga vorzustoßen?

Die US-amerikanischen Firmen genießen allesamt einen entscheidenden Standortvorteil. Sie profitieren von einem großen, homogenen und liberalen Binnenmarkt. In dieser Form bietet er innovativen Unternehmen entscheidende Startvorteile. Gleichwohl sind ähnliche Siegeszüge auch bei deutschen und europäischen Unternehmen nicht grundsätzlich auszuschließen. Glücklicherweise macht die Digitalisierung trotz nationaler Grenzen und Eigenheiten nicht dort halt, wo andere Landesfahnen am Mast hängen. Die rasante Entwicklung insbesondere bei den Start-Ups lässt hoffen.

Welches Unternehmen weltweit hat sein Geschäftsmodell vorbildlich auf die Zukunft ausgerichtet?

Ich bin von der Entwicklung bei Mercedes Benz begeistert. In einer verhältnismäßig kurzen Zeit haben die Schwaben eine beeindruckende Transformation vom klassischen Automobilbauer zu einem Unternehmen durchlaufen, das traditionelle Ingenieurkunst mit digitalen Innovationen verbindet und damit den rasch wandelnden Kundenerwartungen gerecht wird. Was Mercedes Benz mittlerweile in den Bereichen der alternativen Antriebsarten und der Konnektivität profitabel anbietet, ist bemerkenswert.

Digitalisierung und Transformation – auch der Gesellschaft: Was wird unsere größte Herausforderung für die nächsten Jahre sein?

Straub: Bereits seit einigen Jahren erleben wir deutliche Veränderungen in der Arbeitswelt. Der „Nine-to-five“-Job, der einem Arbeitnehmer bis zum Ruhestand vermeintlich viel Sicherheit, aber kaum Weiterentwicklung beschert, gehört immer mehr der Vergangenheit an. Flexible Arbeitszeiten, lebenslanges Lernen und sich rasch wandelnde Kundenerwartungen prägen diesen Strukturwandel. Als Folge müssen wir unsere sozialen Sicherungssysteme den neuen Arbeitsformen und Arbeitsbiografien anpassen.

Teil 1: Offen austauschen

Teil 2: „Die Barmer GEK erfindet sich gerade neu“

Teil 3: „Kunden sind heute mündiger denn je“

 

 

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