Hamburg, 19.05.2017

Teil 2: Smart-Insurance-Offensive

 

Christoph Schmallenbach: Der studierte Informatiker wurde nach verschiedenen Führungspositionen in Unternehmen der Generali in Deutschland im Mai 2015 zum Vorstandsvorsitzenden der AachenMünchener berufen (Foto: PR/AachenMünchener)

 

Welche digitale Innovation wird Ihr Haus am stärksten verändern?
Schmallenbach:
Die AachenMünchener gehört zur Generali in Deutschland. Die Gruppe hat 2016 eine erfolgreiche Smart-Insurance-Offensive mit zahlreichen innovativen Produkten gestartet und ist Vorreiter bei der digitalen Transformation. Wir befinden uns also bereits mitten im digitalen Veränderungsprozess. Dabei betreffen die bedeutendsten Veränderungen jene Bereiche, die uns helfen, mittels smarter Technologie Risiken zu minimieren, Prävention zu betreiben oder konkrete Verbesserungen für unsere Kunden zu erreichen. Wir bieten zum Beispiel eine Smart-Home-Versicherung an, die eine intelligente Vernetzung von Heim und Wohnung über ein Sicherheitspaket beinhaltet. Die dafür zur Verfügung gestellten Geräte warnen per Smartphone, etwa bei Wasseraustritt oder Einbruchsversuchen. Das heißt, unser Versicherungsangebot unterstützt unsere Kunden bereits dann, wenn der Schadenfall noch gar nicht eingetreten ist. Ein anderes Beispiel sind die Telematik-Optionen in der Kfz-Versicherung, bei denen unsere Kunden ihr Fahrverhalten mit dem Smartphone verbessern können – und damit die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls reduzieren. Oder denken Sie an die Möglichkeiten, seinen Lebenswandel mithilfe von smarter Technologie zu verändern. Durch mehr Sport, gesündere Ernährung oder Gesundheitsprävention. Dies alles geht einher mit den digitalen Optionen, die jeder Einzelne mit einem Smartphone hat. Und das wiederum verändert auch das Kommunikationsverhalten massiv.

Wie begegnen Sie in Ihrem Unternehmen zweifelnden Mitarbeitern, um diese für die Digitalisierung zu befähigen und zu motivieren?
Schmallenbach:
Das ist mit Blick auf Service- und Produktangebote eigentlich nicht besonders schwer. Denn unsere Mitarbeiter sind ja selbst Akteure in der digitalen Welt. Ihnen gelingt es relativ leicht, Lösungen aus der Kundenperspektive heraus zu denken. Die einfache Aufgabe lautet: Welche persönliche Erfahrung, welches Kundenverhalten erlebe ich in meinem – auch privaten – Umfeld durch Digitalisierung und was kann ich hieraus für meine beruflichen Aufgaben im Versicherungsumfeld ableiten? Gerade in der Beratung, aber auch im Service bringen Mitarbeiter hier ihre Ideen ein. Und das fördern wir ganz gezielt – durch Anreize wie durch eine offene und durchaus kontroverse Diskussion der Ideen unter den Mitarbeitern selbst.

 

Teil 1: Smarte Lösungen finden

Teil 2: Smart-Insurance-Offensive

Teil 3: Der Mensch im Mittelpunkt

 

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